Reisen

Eine Bootstour auf dem Gletschersee im Natur Eis Palast. (Foto: Hintertuxer Gletscher)

09.01.2018

Von der Piste in den Gletscher

Grenzenloses Wintervergnügen in der Ski- & Gletscherwelt Zillertal 3000

Der Schnee knirscht unter den Skiern und die Eis- beziehungsweise Schneekristalle funkeln im Sonnenlicht. Es herrschen ideale Bedingungen für einen tollen und erlebnisreichen Skitag. Wo man diesem Wintervergnügen so genussvoll und ausgiebig frönen kann, natürlich in der Ski- & Gletscherwelt Zillertal 3000. Dazu gehören der Hintertuxer Gletscher – Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet –, die Eggalm, der Rastkogel, Finkenberg, Mayrhofen/Penken und Ahorn.

Die Pisten sind bestens präpariert und der Schnee ein Gedicht. Ob man jetzt seine Bahnen bei den Olperer und Kaserer Liften oder Lärmstange 1 und 2 zieht, der Hintertuxer Gletscher mit seinen Pisten ist ein Dorado für jeden Brettlfan. Nicht zu vergessen die rund sechs Kilometer lange Talabfahrt „Schwarze Pfanne“ von der Bergstation Tuxer Joch bis nach Hintertux oder zur Talstation der Gletscherbahn. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und insgesamt als mittelschwer einzustufen.
Für besondere Winter-Abenteuer auf der Sommerbergalm auf 2100 Meter am Hintertuxer Gletscher sorgen die Funslope Hintertux sowie neue die Kidsslope. Mit Speedboost und einem Parcours über und durch Achter-Schneetunnel, einer Schneeschnecke, Wellenbahnen, Hindernissen und Sprüngen. Der Sessellift 4er-Tuxerjoch sorgt für ein Dacapo auf der neuen Funslope. Darüber hinaus gibt es auf dem Hintertuxer Gletscher mit dem Snowpark Hintertux einen der höchstgelegenen Freestyle-Spots Österreichs. Gleichzeitig zählt er zu den besten Snowparks im Alpenraum.

Was die Wenigsten wissen, ist, dass die rund 70 Stützen der Schlepplifte auf dem Gletscher zwei bis drei Mal im Jahr versetzt werden müssen, da der Gletscher ja in Bewegung ist – fünf bis zehn Meter jährlich – und die Stützen lediglich im Schnee/Eis verankert sind. „Das sind Arbeiten“, so Matthias Dengg vom Hintertuxer Gletscher, „die man so nicht sieht.“ Darüber hinaus wird der Gletscher – 32 Hektar – in den Sommermonaten mit einem Flies, vor allem in den Randbereichen, geschützt. Ab dem 15. August, so Dengg, wird das Geotextil-Flies aber wieder entfernt.

Nicht weniger interessant beziehungsweise mehr oder weniger anspruchsvoll sind die Pisten der Eggalm, am Rastkogel und Penken. Rote und blaue Abfahrten wechseln sich ab und bieten Fahrspaß für jede Könnerstufe, ob jung oder alt. Am Actionberg Penken befindet sich auch die schwärzeste Piste im Zillertal, die Harakiri. Bei den ersten Schwüngen sind die meisten Wintersportler noch mutig und lassen die Bretter laufen. Aber bald werden sie vorsichtiger, tasten sich behutsam Schwung für Schwung immer näher an die legendäre Piste Nr. 34 heran. Es ist ja auch keine gewöhnliche Abfahrt. Es ist die Harakiri – und die hat Respekt verdient, denn mit bis zu 78 Prozent Gefälle ist sie nur etwas für absolute Könner. Für die meisten ist es das Highlight des Tages, wenn nicht des ganzen Winterurlaubs.
Die Ski- & Gletscherwelt Zillertal 3000 ist unbestritten eine Skiregion der Superlative und durch die optimale Höhenlage von 850 bis 3250 Metern ist hier Schneesicherheit von Oktober bis Mai garantiert. Insgesamt stehen 196 Pistenkilometer und 65 modernste Liftanlagen in den fünf Skigebieten bereit. Insider empfehlen eine Pistentour vom Penkenjoch-Finkenberg über das Skigebiet Rastkogel zur Eggalm oder eine Gletscherrunde am Hintertuxer Gletscher mit 15 000 Höhenmetern und 60 Abfahrtskilometern an einem Tag.

Einzigartiges
Naturjuwel

Wer den Einstieg in die Ski- & Gletscherwelt Zillertal 3000 von Finkenberg aus wählt, kommt erstmals mit der neuen 10er-Gondelbahn Finkenberg I auf den Berg. Denn seit dieser Saison sind die 4er-Gondeln der Finkenberger Almbahnen aus den 1980ern Schnee von gestern.
Die rund zwölf Millionen Euro teure 10er-Einseilumlaufbahn setzt neue Maßstäbe im Zillertal und ist in Sachen Fahrkomfort kaum zu (s)toppen. Mit 2400 Personen pro Stunde wurde die Förderleistung im Vergleich zur alten Bahn mehr als verdoppelt. Wartezeiten an der Finkenberger Talstation gehören somit der Vergangenheit an. Neben Sitzheizungen gehört auf der neuen Seilbahnstrecke auch WLAN zum Standard. Durch Barrierefreiheit in der gesamten Talstation erhalten Rollstühle und Kinderwagen mühelosen Zugang.

Die 56 geräumigen Kabinen fassen je zehn Personen und benötigen mit einer maximalen Geschwindigkeit von 6 m/s nur sieben Minuten Fahrzeit für die 1780 Meter lange Strecke von der Tal- zur Bergstation. Die Ski werden mit in die Gondel genommen, was auch zur Zeitersparnis beiträgt. Mit über 13 neue Stützen werden die knapp 900 Meter Höhenunterschied zum sonnenverwöhnten Penkenjoch überwunden.

Die neue 10er-Gondelbahn Finkenberg I zählt zur First Class-Generation „D-Line“ des Seilbahn-Weltmarktsführers Doppelmayr, die höchsten Fahrgastkomfort und leisen Betrieb mit einer einfachen Wartung vereint. Tal- und Bergstation wurden komplett neu gebaut und das Talgebäude perfekt an das großräumige Parkhaus angebunden.
Neu am Penken ist auch „Pepis Kinderland“ für Skianfänger mit Kinderrestaurant, Zauberteppich, Kinderlift und neuen Attraktionen.

Wenn man schon einmal am Hintertuxer Gletscher ist, sollte man sich den Besuch des 2007 von Roman Erler entdeckten Natur Eis Palasts nicht entgehen lassen. Der Natur Eis Palast am Hintertuxer Gletscher ist ein weltweit einzigartiges Naturjuwel. Der Eingang zur Eishöhle liegt nur einige Gehminuten von der Bergstation des Gletscherbus 3 und der Panoramaplattform entfernt. Die Besucher erkunden bei der Tour eine begehbare Gletscherspalte mit magischen Eisstalaktiten, riesigen funkelnden Eiskristallen, gefrorenen Wasserfällen und sogar einem Gletschersee.

Im Natur Eis Palast herrscht an 365 Tagen im Jahr eine konstante Temperatur von Null Grad Celsius. Für die Tour wird daher warme Kleidung und festes Schuhwerk benötigt, auch mit Skischuhen ist der Rundgang problemlos möglich. Mit seiner kühlen Naturschönheit fasziniert der Natur Eis Palast sowohl erwachsene Gletscherfans als auch Familien mit Kindern ab sechs Jahren.
Den Besuchern der Eishöhle stehen drei verschiedene Touren mit erfahrenen Guides zur Auswahl: Der Standard-Rundgang dauert 45 bis 60 Minuten und zeigt die schönsten Attraktionen im Gletscherinneren. Bei der etwa zweistündigen wissenschaftlichen Abenteuerführung unternimmt man eine ausführliche Expedition durch den gesamten Natur Eis Palast. Die Eishöhle ist ganzjährig geöffnet und bei jeder Witterung begehbar.

 

Eisschwimmen im Gletschersee

 

Mittlerweile kann man auf dem über 32 Meter tiefen Gletschersee des Eispalasts sogar Boot fahren, StandUp Paddling machen oder Eisschwimmen.

Der Tourismus ist heute in Tux-Finkenberg die wesentliche Lebensgrundlage der Einheimischen und die Landschaft das Kapital dafür. In den rund 8000 Betten der zahlreichen 4-, 4S- und 5-SterneHotels sowie Pensionen, allesamt Familienbetriebe, der beiden Gemeinden gibt es gut 1,3 Millionen Nächtigungen. Großhotels mit Hunderten von Betten findet man in Tux-Finkenberg nicht. Tux ist darüber hinaus im Winter der auslastungsstärkste Ort Tirols, erklärt Tourismusverbandsobmann Markus Tipotsch.

Die gastfreundschaftliche Beziehung zu den Gästen stellt eine wichtige Basis für den Erfolg von Tux und Finkenberg dar. Der persönliche Kontakt zum Gast sowie die Erhaltung der Kultur wird trotz wachsenden Tourismuszahlen nicht außer Acht gelassen. Wachstum wird hier aber nicht gleichgesetzt mit Expansion, sondern Qualitätsverbesserungen sollen eine Steigerung der Wertschöpfung bringen. Dabei ist Qualität nicht mit Luxus zu verwechseln und soll daher in allen Angebotsgruppen vorzufinden sein. Die Betriebe werden angeregt, sich nicht nur den laufenden Markterfordernissen anzupassen, sondern auch über die Region hinaus eine Vorreiterrolle zu spielen.

"Gepflegte Kommunikationskultur und Toleranz ist nicht nur Basis für den kommerziellen Erfolg, sondern auch wesentlich für ein gutes Klima in der Bevölkerung – das sich wiederum auf den Gast überträgt“, heißt es in der Philosophie „Tux-Finkenberg Tourismus“. (Friedrich H. Hettler)

(Roman Erler und der Natur Eis Palast - Fotos: Hettler; Blick auf den Hintertuxer Gletscher und die Funslope - Fotos: Hintertuxer Gletscher; Abfahrt vom Olperer und das Bergpanorama der Ski- & Gletscherwelt Zillertal 3000 - Fotos: Tux-Finkenberg)

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Kommentare (1)

  1. Zillertal Unterkünftte am 10.01.2018
    Toller Bericht über den Hintertuxer Gletscher und die Ski- & Gletscherwelt Zillertal 3000. Vielen Dank.

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, energie- und klimaschutzpolitischer Sprecher der Landtags-Grünen

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Marcel Huber (CSU), bayerischer Umweltminister

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