Kommunales

Der Flughafen muss von Freistaat und Kommunen mit Millionenbeträgen bezuschusst werden. (Foto: dpa)

14.07.2015

Allgäu-Airport darf ausgebaut werden

Verwaltungsgerichtshof weist Klagen von Anwohnern und Bund Naturschutz ab

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat eine Klagen von mehreren Anwohnern, dem BUND Naturschutz und betroffener Gemeinden gegen einen Ausbau des Allgäu Airport zurückgewiesen.Damit ist eine Verlängerung der Betriebszeiten in die Nachtstunden hinein möglich und ein entsprechender Infrastrukturausbau genehmigt. Die Betreiber des Flughafens erhoffen sich eine deutliche Steigerung der Passagierzahlen - was wiederum von den Klägern bezweifelt wird. „Dieses Urteil bekräftigt erneut, dass die wirtschaftlichen Belange von Billigfluggesellschaften über die Belange von Klimaschutz, Nachtruhe und Lärmschutz gestellt werden“, schimpft Richard Mergner, Landesbeauftragter des BUND Naturschutz. „Das Urteil war abzusehen“, ergänzt Dieter Buchberger, Vorsitzender der Bürger gegen Fluglärm. „Die vom Allgäu Airport bezahlten Gutachten haben wieder gesiegt.“ Der BUND Naturschutz fordert den Freistaat Bayern und die Allgäuer Landkreise auf, keine öffentlichen Mittel in den Flughafenausbau und –betrieb zu stecken. Denn der Flugverkehr ist mit Abstand das klimaschädlichste Fortbewegungsmittel. „Öffentliche Zuschüsse für den Allgäu Airport sind ein Offenbarungseid der bayerischen Klimaschutzpolitik“ so Richard Mergner.

Asphaltband auf internationale Standards erweitern


„Dieses Urteil gibt uns Planungssicherheit und ist ein deutliches Signal für die Zukunft des Allgäu Airport“, freut sich dagegen Ralf Schmid, der Geschäftsführer des Allgäu-Airport. Die Einwände der klagenden Gemeinden, Bürger und des Bundes Naturschutz gegen die bereits im März 2013 vom Luftamt Südbayern genehmigten Pläne seien allesamt nicht haltbar gewesen. Auch die bestätigte Ausweitung der abendlichen Flugzeit bis 23 Uhr sei ein positives Signal. „Das erhöht“, so Schmid, „unsere Attraktivität für den Linienflugverkehr und die Wirtschaftlichkeit.“ „Als erstes erfolgt die EU-weite Ausschreibung für die Verbreiterung der Start- und Landebahn“, berichtet Rüdiger Franke, der Leiter des Bereichs Infrastruktur und Technik am Allgäu Airport. Von bisher 30 auf 45 Meter soll das rund drei Kilometer lange Asphaltband verbreitert und damit internationalen Standards angepasst werden. Parallel zum Ausbau der Start- und Landebahn werde auch der Ausbau des Instrumentenlandesystems ILS 06 vorangetrieben. (APL)

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