Kommunales

Die Kosten der Festspiele standen in der Vergangenheit wiederholt in der Kritik. (Foto: dpa)

17.05.2018

Anklage gegen Kabarettist Lerchenberg und Bürgermeister von Wunsiedel

Unregelmäßigkeiten bei Luisenburg-Festspielen - Staatsanwaltschaft spricht von fast 300 000 Euro Schaden

Weil Mitarbeiter der Luisenburg-Festspiele als Scheinselbstständige beschäftigt worden sein sollen, hat die Staatsanwaltschaft Hof Anklage gegen Ex-Intendant Michael Lerchenberg und den Bürgermeister von Wunsiedel, Karl-Willi Beck (CSU), erhoben. Sie wirft ihnen vor, in 111 Fällen den Krankenkassen Beiträge des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers zur Sozialversicherung vorenthalten zu haben. Den Gesamtschaden beziffert die Behörde auf mehr als 292 000 Euro. Von Lerchenberg und Beck waren zunächst auf Anfragen keine Stellungnahmen zu bekommen.

Werkverträge mit Mitarbeitern als Scheinselbstständige


Lerchenberg soll in den Spielsaisonen 2008 bis 2015 mit Mitarbeitern der Festspiele Werkverträge als Selbstständige abgeschlossen haben, "ohne dass die Voraussetzungen hierfür vorlagen, und so die Sozialversicherungsabgaben umgangen haben". Es handle sich um 18 Mitarbeiter, die laut Staatsanwaltschaft tatsächlich als abhängig Beschäftigte tätig waren. Weitere fünf Arbeitnehmer sollen als geringfügig Beschäftigte zur Sozialversicherung angemeldet gewesen sein, aber mehr gearbeitet haben - teils wie Vollzeitbeschäftigte.
Da die Stadt Wunsiedel die Festspiele als Eigenbetrieb führt, wirft die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen in Hof Beck in seiner Eigenschaft als Bürgermeister vor, über die Praxis informiert gewesen zu sein. Zudem habe er Lerchenberg walten lassen, ohne eingeschritten zu sein - was jedoch seine Pflicht gewesen wäre. (dpa)

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