Kommunales

Laut Polizeiangaben blieb es insgesamt zwar weitgehend friedlich, vereinzelt warfen die Gegendemonstranten aber auch mit Eiern und Flaschen nach den Nügida-Anhängern. (Foto: dpa)

17.02.2015

Bescheidene Nügida-Premiere

Nur 150 islamkritische Demonstranten in Nürnberg sahen sich mit der zehnfachen Menge an Gegnern konfrontiert

Während in Dresden die islamkritische Pegida-Bewegung längst auf dem Rückzug ist, haben am Montagabend in Nürnberg erstmals Anhänger des Pegida-Ablegers Nügida demonstriert. Ihnen stellten sich jedoch gleich vier Organisationen entgegen, die zum Protest aufgerufen hatten. Insgesamt nahmen an den Gegendemonstrationen nach Schätzungen rund 1500 Menschen teil, während Nügida lediglich 150 Leute auf die Straße brachte. Aus den Reihen der Gegendemonstranten wurden vereinzelt Eier und Flaschen auf die Nügida-Leute geworfen. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot die Gruppen auf Distanz hielt, sprach von zwei Festnahmen. Unter den Nügida-Leuten sind nach Angaben der Stadt mehrere einschlägig bekannte Figuren aus der rechten Szene. Michael Helmbrecht von der Allianz gegen Rechtsextremismus sagte: "Diese Kreuzritter sind zumeist Hakenkreuzritter."
Auf der anschließenden Kundgebung der Gegner sprachen vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge unter anderem Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und der Behörden-Chef Manfred Schmidt. Die Anti-Nügida-Kundgebung sei ein "Zeichen für Vielfalt und Respekt", sagte Schmidt laut Redemanuskript. "Deutschland ist schon lange ein Einwanderungsland und wird es auch bleiben." Einwanderung sei schlicht und einfach Realität. Nötig sei eine "gelebte Anerkennungskultur". Ungeachtet verschiedener Meinungen müsse eines klar sein: "Menschen, die hier leben, müssen wissen, dass sie in Deutschland ihr Leben frei von Diskriminierung und Alltagsrassismus verbringen können." (Cathérine Simon, dpa)

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