Kommunales

Die Kommunen sehen bei Migranten noch großes Qualifizierungspotential. (Foto: dpa)

19.11.2014

Bessere Integration in den Arbeitsmarkt

Der Deutsche Städtetag will Migranten den Zugang zu Jobs erleichtern

Etwa 160 Experten für Arbeitsmarktpolitik und Integration treffen sich heute und morgen in Bielefeld zu einer gemeinsamen Konferenz des Deutschen Städtetages unter dem Titel „Integration und Arbeitsmarkt“. Die Vertreter der kommunalen Verwaltung, Arbeitsagenturen sowie gesellschaftlicher Organisationen befassen sich mit Strategien aus Politik, Wissenschaft und der kommunalen Praxis. Außerdem werden Konzepte und Handlungsoptionen der Städte diskutiert, um Menschen mit Migrationshinter­grund zu qualifizieren und besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Es ist die dritte Konferenz der Veranstaltungsreihe Städte l(i)eben Vielfalt des Deutschen Städtetages, die Diskussionen über die verschiedenen Facetten der Integration anstoßen und zu Lösungen beitragen möchte. Sie wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Jeder Dritte hat einen Migrationshintergrund


Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, macht auf die Bedeutung der Arbeit für die Teilhabe der Menschen am gesellschaftlichen Leben aufmerksam: „Arbeit ist ein bedeutender Lebensinhalt: Sie ist Teil der Identität, Mittel und Weg für gesellschaftliche Teilhabe und Anerkennung, sie verbindet Menschen und sichert die Lebensgrundlage finanziell ab. Arbeitslosigkeit dagegen ist nicht nur eine ökonomische Bedrohung. Sie bedroht auch die soziale Integration der betroffenen Menschen, führt zu psychischen Belastungen und kann mit anderen chronischen Erkrankungen einhergehen. Deshalb ist es so wichtig, gute Wege und Instrumente zu finden, um möglichst viele Menschen in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Die Städte leisten dafür mit großem Engagement ihren Beitrag.“
Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen betont: „Das Leben in Vielfalt ist eine komplexe und spannende Herausforderung, aber auch einmalige Chance für die Zukunftsfähigkeit der Städte und Gemeinden.“ Der stellvertretende Vorsitzende des Städtetages Nordrhein-Westfalen spricht aus Erfahrung: In Bielefeld hat rund ein Drittel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Von den 330 000 Einwohnerinnen und Einwohnern haben über 110 000 ihre Wurzeln in 165 Herkunftsländern.
Während der Konferenz werden aktuelle Erkenntnisse zur Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Migrationshintergrund vorgestellt sowie kommunale Hand­lungsmöglichkeiten beleuchtet. Außerdem werden konkrete Beispiele aus der Praxis aus verschiedenen deutschen Städten präsentiert.(BSZ)

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