Kommunales

Bei der Bewältigung der Flutkatastrophe im Sommer 2013 erwarb sich Bernreiter großes Ansehen. (Foto: DPA)

09.04.2014

Christian Bernreiter will neuer Landkreistagspräsident werden

Der Bayerische Landkreistag stellt sich hinter den Deggendorfer Kreischef als Nachfolger des zurückgetretenen Jakob Kreidl. Vor drei Jahren war er dem Miesbacher Kollegen in der Stichwahl noch unterlegen.

Der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter (CSU) will neuer Präsident des Bayerischen Landkreistages werden. Der 50-jährige Landrat von Deggendorf erklärte sich zur Kandidatur bereit. "Er ist ein guter Kandidat", so der 1. Vizepräsident des Bayerischen Landkreistages und scheidende Miltenberger Landrat Roland Schwing (CSU). Schwing führte nach dem Rücktritt des früheren Verbandspräsidenten Jakob Kreidl (CSU) die Geschäfte. „Mit Christian Bernreiter haben wir eine herausragende Persönlichkeit mit viel Erfahrung und Kompetenz, die schon in schwierigen Situationen Führungs- und Managementqualitäten unter Beweis gestellt hat. Von ihm erwarten wir, dass er die Interessen der bayerischen Landkreise nicht nur gegenüber Staatsregierung und Landtag mit kraftvoller Stimme vertritt, sondern auch im Konzert der Kommunalen Spitzenverbände auf Augenhöhe mitspielt“, hofft Schwing. Das kann man auch als Seitenhieb auf Kreidl verstehen, der zwischen dem Gemeindetagspräsidenten Uwe Brandl und dem Städtetagsvorsitzenden Ulrich Maly in der öffentlichen Wahrnehmung gelegentlich etwas unterging.

 

Bei der Bekämpfung der Flut bewährt


Präsidium und Landesausschuss des Landkreistags sprachen sich am Mittwoch, 9. April, einmütig dafür aus, die Kandidatur Bernreiters zu unterstützen. Bernreiter soll bei der Landkreisversammlung am 4. Juni 2014 in Bad Tölz gewählt werden. Die Entscheidung liegt bei den 142 Delegierten dieser Versammlung. Davon stellen die Landräte die Hälfte, nämlich 71 Vertreter, die übrigen Delegierten rekrutieren sich aus den ehrenamtlichen Mitgliedern der 71 Kreistage.
Der 50-jährige Bernreiter, ein studierter Ökonom, hatte sich bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe an der Donau im vorigen Sommer als Krisenmanager bewährt. In Deggendorf regiert er seit 2002. Sein Vorgänger Jakob Kreidl war im Februar als Präsident des Landkreistages zurückgetreten. Zuvor war die Finanzierung der 120 000 Euro teuren Feier zu seinem 60. Geburtstag durch Kreissparkasse und Landkreis bekanntgeworden. Bei der Stichwahl zum Landkreistagspräsidenten 2011 hatte er sich gegen den damals ebenfalls kandidierenden Bernreiter durchgesetzt. Die Landräte hatten damals gehofft, dass der ehemalige Landtagsabgeordnete Kreidl über die besseren Kontakte in die Staatsregierung verfüge - ein Irrtum, wie sich später herausstellte.
Der Rother Landrat Herbert Eckstein (SPD), bisher ebenfalls Vizepräsident, soll sein Amt dem Vernehmen nach behalten.  Als Nachfolger Schwings ist der Landrat von Fürstenfeldbruck, Thomas Karmasin (CSU) vorgesehen. : Der 51-Jährige galt ebenfalls als potentieller Nachfolger Kreidls, derzeit ist er bereits Sprecher des Bezirksverbands Oberbayern im Landkreistag. Die Freien Wähler werden im Präsidium derzeit von Hubert Faltermeier, dem Landrat von Kelheim, vertreten. Die Amtszeit des 64-Jährigen endet aber in zwei Jahren, dann darf er aus Altersgründen nicht mehr kandidieren. (André Paul)

 

 

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