Kommunales

Foto zur Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung (v.l. sitzend): Ulrich Maly (Oberbürgermeister Stadt Nürnberg), Brigitte Merk-Erbe (Oberbürgermeisterin Stadt Bayreuth), MdL Gerhard Eck (Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr) (v.l. stehend): Michal Pospisil (Stellvertretender Bürgermeister Stadt Cheb), Tomas Linda (Stellvertretender Bürgermeister Stadt Cheb), Oliver Bär (Landrat Landkreis Hof), Detlev Schmidt (Landratsamt Bayreuth), Petr Navratil (Stellvertretender Hauptmann Kreis Karlovy Vary), Harald Fichtner (Oberbürgermeister Stadt Hof), Uwe Raab (Bürgermeister Stadt Pegnitz), Karl Döhler ( Landrat Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge), Oliver Weigel (Oberbürgermeister Stadt Marktredwitz), Wolfgang Lippert (Landrat Landkreis Tirschenreuth), Armin Kroder (Landrat Landkreis Nürnberger Land). (Foto: Metropolregion Nürnberg)

15.05.2014

Demonstrativer Schulterschluss

Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg – Bayreuth/Cheb von allen Anliegerregionen gefordert

In demonstrativer Einmütigkeit haben sich die Kommunen und Landkreise am noch zu elektrifizierenden Teil der Sachsen-Franken-Magistrale und darüber hinaus unter dem Dach der Europäischen Metropolregion Nürnberg verbündet. Hauptziel ist der rasche Ausbau dieser wichtigen grenzüberschreitenden Schienenstrecke bis 2023.

Über 70 Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister, Abgeordnete und Verkehrsexperten aus Mittel- und Oberfranken, der Oberpfalz, dem Bezirk Karlsbad sowie aus Sachsen haben in Pegnitz die „Interessensgemeinschaft Elektrifizierung Nürnberg – Bayreuth/Cheb“ aus der Taufe gehoben. Trotz der weit fortgeschrittenen Bau- und Planungsmaßnahmen mit über einer Milliarde Euro Investitionskosten auf deutscher und tschechischer Seite wird der Lückenschluss bis Nürnberg kein Selbstläufer sein. Im nächsten Bundesverkehrswegeplan 2015 wird über die Geschwindigkeit des weiteren Baufortschritts entschieden. Aufgrund der knappen Investitionsmittel des Bundes und neuer konkurrierender Vorhaben ist zu befürchten, dass die Bedeutung dieser Magistrale zurückgestuft wird.

Daher wollen die Anliegerregionen mit ihrem Zusammenschluss den Entscheidungsträgern bei Bund, Bahn und EU ein klares Signal senden, dass der seit 1992 geplante Ausbau nun endlich zügig fertig gestellt werden soll. „25 Jahre nach der deutsch-deutschen und deutsch-tschechischen Grenzöffnung und zehn Jahre nach dem EU-Beitritt der mittel- und osteuropäischen Nachbarländer ist es niemandem zu vermitteln, dass diese klaffende Infrastrukturlücke an der zentralen Nahtstelle von Ost und West immer noch nicht geschlossen werden konnte“ so die Bayreuther Oberbürgermeisterin
und Mitinitiatorin Brigitte Merk-Erbe.

„Für die Europäische Metropolregion Nürnberg sind die Schienenstränge nach Tschechien und Sachsen von essentieller Bedeutung“, bekräftigten bei der Gründungsversammlung die kommunalpolitischen Vertreter, darunter der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly sowie die Landräte Wolfgang Lippert (Tirschenreuth), Karl Döhler (Wunsiedel), und Oliver Bär (Hof). Die tschechischen Partner, Petr Navratil, stellvertretender Hauptmann des Bezirks Karlsbad, und der zweite Bürgermeister der Stadt Cheb, Michal Pospisil sehen in der modernisierten Schienenanbindung von Prag, Karlsbad und Eger nach Nürnberg eine längst überfällige Weichenstellung im zusammenwachsenden Europa. Dabei ist die Elektrifizierung auf tschechischer Seite bis nach Eger bereits vorbildlich umgesetzt. Es fehlen lediglich acht Kilometer bis zur deutschen
Grenze. Sprecher der Interessensgemeinschaft Elektrifizierung Nürnberg – Bayreuth/Cheb“ ist Landrat Armin Kroder (Nürnberger Land).

Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck sagte zu, sich nachdrücklich für die Aufnahme dieser Schienentrasse „im Ururalt-Zustand“ in den vordringlichsten Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2015 einzusetzen. „Schier unglaublich,
wenn ich die Verbindung von Nürnberg nach Prag betrachte! Die Elektrifizierung
ist unumgänglich!“, so Eck bei der Gründungsversammlung.

Auch die Deutsche Bahn erkennt die internationale Bedeutung der Sachsen-Franken-Magistrale an. Für Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern, war ihre Aufnahme in das transeuropäische Kernnetz ein wichtiger Schritt. Dies eröffne die Chance, erhebliche Fördermittel der Europäischen Union für Planung und Ausbau zu erhalten. (BSZ)

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