Kommunales

Ein zartes Pflänzchen, das gedeihen soll (von links bei der Pflanzaktion): Initiator Werner Erhardt, Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Albrecht Schläger, Regionalvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Vize-Landrat Gerald Schade und ein Bub aus aus Hohenberg. (Foto: BSZ)

24.04.2014

Drei Bäume für Deutschlands Einheit

Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt symbolisches Projekt im ehemaligen Zonenrandgebiet bei Hohenberg an der Eger

Zu Zeiten des Kalten Kriegs war die knapp 1500 Einwohner zählende Stadt Hohenberg an der Eger im Landkreis Wunsiedel absolutes Zonenrandgebiet. Nur selten verirrten sich Reisende dorthin. Doch mit dem Fall des Eisernern Vorhangs vor 25 Jahren rückte die Kommune plötzlich wieder ins Zentrum eines neu zusammenwachsenden Europas. Auch Kontakte ins benachbarte Tschechien wurden reaktiviert, Hohenberg engagiert sich in der Euregio Egrensis.
Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls wollte die Stadt nun ein Zeichen setzen. In der Nähe der Carolinenquelle wurden "Drei Bäume für Deutschlands Einheit - Ein wachsendes Denkmal für die Wiedervereinigung" gepflanzt. Die Zusammenführung der beiden deutschen Staaten jährt sich im nächsten Jahr zum 25. Mal. Die Idee zu dem Projekt hatte der gebürtige Wunsiedler Werner Erhardt, unterstützt wurde das Projekt neben der Stadt auch von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Buche, Kiefer, Eiche


Die drei Bäume stehen im Dreieck mit einer Seitenlänge von zehn Metern. Die Buche symbolisiert dabei die frühere Bundesrepublik, die Kiefer steht für die ehemalige DDR und die Eiche - der deutsche Baum schlechthin - für das wiedervereinigte Deutschland."Von oben betrachtet werden sie die Form eines Daches darstellen, ein Dach Deutschlands, dass alle Bürger des Landes beschützt", erläutert Hohenbergs Bürgermeister Jürgen Hoffmann (parteifrei). "Das Wachsen dieser Bäume und die stete Ausdehnung der Kronen dokumentiert Wachstum, Aufschwung, Wandel und das Zusammenwachsen des ehemals geteilten Landes", so der Rathauschef weiter.
Initiator Werner Erhardt meinte, es gäbe viele Denkmäler in Deutschland, die meisten aus Stein, Eisen oder Kunststoff. Die  meisten seien "stichtagbezogen" und erinnerten an ein Ereignis in der Vergangenheit. Selten seien sie zukunftsbezogen. Für ihn, so Erhardt, sei die friedliche Wiedervereinigung ein so großer und geschichtlicher Vorgang, dass es schade wäre, wenn nur ein großes Denkmal in Berlin oder Leipzig mit erheblichen, finanziellem Aufwand errichtet würde. Wenn jede Gemeinde in Deutschland drei Bäume pflanze wie Hohenberg, entstehe "eine Gemeinsamkeit wie es sie in Deutschland noch nie gegeben" hätte. Diese Plätze könnten Treffpunkte für friedliche und feierliche Veranstaltungen werden. Außerdem würden auf diese Weise über 33 000 neue Bäume gepflanzt werden, was auch  ökologisch sehr sinnvoll wäre, betonte Ehrhardt.(André Paul)

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