Kommunales

Beleuchteten deutsch-deutsche Städtepartnerschaften (v. l.): Moderator Alfred Eichhorn, Professor Lothar Probst (Politikwissenschaftler) von der Uni Bremen, Ex-Vizekanzler Franz Müntefering, Erlangens Alt-Oberbürgermeister Siegfried Balleis und Jenas Alt-Oberbürgermeister Peter Röhlinger. (Foto: Ole Bader/Deutsche Gesellschaft)

12.06.2015

Ein Modell für Europa

Tagung zu deutsch-deutschen Städtepartnerschaften

Im Gegensatz zu vielen deutsch-deutschen Städtepartnerschaften, die häufig nur noch auf dem Papier existieren, ist die Partnerschaft zwischen Erlangen und Jena nach wie vor vital. Die Deutsche Gesellschaft e. V. mit Sitz in Berlin veranstaltete vor Kurzem einen Kongress zum Thema „deutsch-deutsche Städtepartnerschaften – ein Erfolgsmodell in Europa?“. Die Gesellschaft wird von Deutschlands ehemaligem Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) geleitet. Dieser eröffnete auch die Tagung und äußerte seine Erwartung, wie die Erfahrungen aus deutsch-deutschen Städtepartnerschaften auf europäische Partnerschaften – insbesondere in Osteuropa – übertragbar seien.
Im Podiumsgespräch „Jena und Erlangen als Beispiel für eine erfolgreiche deutsch-deutsche Partnerschaft“ stellten sich die Alt-Oberbürgermeister von Jena und Erlangen Peter Röhlinger (FDP) und Siegfried Balleis (CSU) den Fragen der Teilnehmer. Röhlinger stellte vor allem die segensreiche Wirkung der Städtepartnerschaft in den Jahren nach der Wende heraus. Sein Kollege Balleis unterstrich die Bedeutung der Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft zwischen beiden Städten. Diese Bereiche hätten ein stabiles Fundament für partnerschaftliche Kooperationen gebildet.
Übereinstimmend erklärten beide OBs, dass der zentrale Dreh- und Angelpunkt der Partnerschaft der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist. Ende der 1990er Jahre habe man sich darauf verständigt, diesen besonderen Gedenktag wechselseitig in Erlangen oder Jena zu feiern. Die Resonanz der Bürger aus beiden Städten sei dabei stets überwältigend. Im Schnitt würden jeweils rund 300 Menschen aus Erlangen und Jena ihre Partnerstadt besuchen, um den Tag der Deutschen Einheit gemeinsam zu feiern.
Balleis betonte in diesem Zusammenhang auch die erfolgreiche Kooperation der beiden Universitäten, nämlich der Friedrich Schiller Universität Jena und der Friedrich Alexander Universität Erlangen Nürnberg.
In den anschließenden Arbeitsgruppen wurden dann drei Dimensionen der Städtepartnerschaften weiter thematisiert. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit, der kulturelle Austausch, sowie der Verwaltungsumbau beziehungsweise die Förderung der Demokratie.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die deutsch-deutschen Partnerschaften durchaus als Modell für Städtepartnerschaften mit Osteuropa dienen und in allen drei betrachteten Dimensionen große Beiträge erbringen können. (BSZ)

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