Kommunales

In Erlangen ist man in Sachen Papier ökologischer Vorreiter. (Foto: dpa)

25.09.2014

Erlangen ist recyclingpapierfreundlichste Stadt Deutschlands

Hugenottenstadt beschafft für Verwaltung und Schulen ausschließlich Papier mit dem Blauen Engel

Als erste bayerische Kommune erhielt Erlangen heute in Berlin den Titel „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“. Auf Platz 3 folgt die Nachbarstadt Nürnberg hinter Gütersloh (Platz 2). Im Rahmen des Papieratlas-Städtewettbewerbs würdigten die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) und ihre Kooperationspartner den Beitrag der Großstadt zur Ressourcenschonung: Erlangen beschafft für Verwaltung und Schulen ausschließlich Papier mit dem Blauen Engel. Weitere Auszeichnungen gingen an Herne als „Aufsteiger des Jahres“ sowie an Essen, Bonn, Freiburg, Göttingen und Halle (Saale), die ihre Leistungen der Vorjahre als „Mehrfachsieger“ bestätigten. Bonn erhielt eine Sonderehrung, da die Stadt zum fünften Mal in Folge höchste Recyclingpapierquoten erreichte.

Die IPR führte den Städtewettbewerb bereits zum siebten Mal in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Deutschen Städtetag, dem Umweltbundesamt sowie dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durch. Schirmherrin ist Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Der Papieratlas 2014 beinhaltet die Angaben von erstmals 92 Städten zum Papierverbrauch und den Einsatzquoten von Recyclingpapier sowie die erzielten ökologischen Einspareffekte in den Bereichen Energie, Wasser und CO2-Emissionen. Insgesamt legten 75 Prozent aller angefragten Städte ihre Daten zur Papierbeschaffung offen. Allein neun von zehn Großstädten beteiligten sich.

Mit einer durchschnittlichen Quote von rund 82 Prozent nutzen Deutschlands Kommunen mehr Recyclingpapier als je zuvor. Damit konnte das Niveau des Vorjahres nochmals um etwa 1,5 Prozent gesteigert werden. „Das außergewöhnliche Engagement der Städte mit den kontinuierlich steigenden Einsatzquoten zeigt, dass die Kommunen Recyclingpapier als einfaches und effizientes Instrument sehr aktiv nutzen, um ihre Beschaffung immer nachhaltiger auszurichten“, so Michael Söffge, Sprecher der IPR.

Papier mit dem Blauen Engel spart in der Produktion gegenüber Frischfaserpapier bis zu 60 Prozent Energie, bis zu 70 Prozent Wasser und verursacht weniger klimaschädliches CO2. Das Umweltzeichen „Blauer Engel“ garantiert zudem, dass die Qualität dieser Papiere allen Anforderungen modernster Geräte zum Drucken und Kopieren gerecht wird und höchste Anforderungen an die Archivierbarkeit erfüllt. (BSZ)

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