Kommunales

Erdrutsche richten im Alpenraum regelmäßig dramatische Schäden an. (Foto: DPA)

05.05.2014

Gefahrenhinweis-Karte für den Alpenraum

Um die 100 besonders gefährdeten Kommunen Oberbayerns und Schwabens besser vor Steinschlägen und Erdrutschen zu schützen, lässt das bayerische Umweltministerium bis zum Jahr 2017 die Region umfassend kartografieren.

Zum Schutz von Menschen, Infrastruktur und Sachwerten werden im gesamten bayerischen Alpenraum die Gebiete ermittelt, die beispielsweise durch Steinschläge und Erdrutsche besonders gefährdet sind. Zum Startschuss der abschließenden Erkundungen sagte Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU): "Nur wer mögliche Gefahren kennt, kann sie vermeiden. Mit unseren Arbeiten leisten wir konkrete Hilfe für die Menschen und Gemeinden vor Ort. Bürger und Kommunen können sich mit einem Klick ein Bild von der Situation in ihrer Heimat machen."
Die neuen Gefahrenhinweiskarten geben den Kommunen kostenfrei ein effektives Planungswerkzeug an die Hand. Der Schutz vor Naturgefahren ist insbesondere im Alpenraum, aber auch in vielen anderen Regionen Bayerns, eine wichtige Aufgabe. Ziel ist es, bis 2017 die Geogefahren in allen bayerischen Alpenlandkreisen mit den rund 100 gefährdeten Alpengemeinden zwischen Königssee und Bodensee flächendeckend zu ermitteln.

 

Bisher 6400 Quadratkilometer erfasst


Bisher sind bereits 6400 des rund 11 000 Quadratkilometer umfassenden bayerischen Alpenraums erfasst. "Klimawandel und Siedlungsdruck verschärfen die Situation stetig. Ein frühzeitiger Schutz vor Naturgefahren ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben zum Schutz der Menschen. Deshalb werden betroffene Bürger und Kommunen durch Fachleute individuell über Risiken und Möglichkeiten der Sicherung informiert", so Huber.  Konkrete Beratungen zur Sicherung, etwa durch Fangzäune, gab es bereits für über 3400 steinschlag- und hangrutschgefährdete Bauwerke.
Die abschließenden Erkundungsarbeiten sind auf vier Jahre angelegt. Sie umfassen die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Ostallgäu und Oberallgäu sowie die Städte Kaufbeuren, Kempten und Lindau. Das Umweltministerium stellt hierfür eine Million Euro bereit. Nach Abschluss wurden vom Freistaat dann insgesamt rei Millionen Euro für die Erfassung von Georisiken im Alpenraum und die Information der Bürger eingesetzt. (BSZ)

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