Kommunales

Über 700 Frauen schaffen derzeit in Augsburg an – bei 272.000 Einwohnern bundesdeutsche Spitzenquote. (Foto: BSZ)

21.02.2014

Gegen den Strich

Augsburg will nicht länger Deutschlands „Huren-Hauptstadt“ sein

Prostitution gehört zu allen Großstädten. Im Fokus steht derzeit die Augsburger Szene. Die schwäbische Metropole musste sich jüngst den wenig schmeichelhaften Titel „Huren-Hauptstadt“ Deutschlands verpassen lassen. Denn nirgendwo schaffen, im Verhältnis zur Einwohnerzahl, mehr Frauen an.

„Als ich das Haus betreten habe wusste ich schon, ich muss hier wieder weg“. Seit 16 Jahren geht Sandra (Name von der Redaktion geändert) auf den Strich, doch ihre Erlebnisse in einem der großen Laufhäuser im Augsburger Gewerbegebiet bezeichnet sie schlicht als „Horror“. Totale Überwachung, Kameras, knallharte Vorschriften. „Die Frauen durften nicht telefonieren, das Zimmer nicht verlassen, nicht essen, alles war minutiös vorgeschrieben.“ Als Deutsche wusste sich Tanja zu helfen und verließ das Etablissement. „Doch die jungen Mädchen aus Osteuropa, die unsere Sprache nicht verstehen, haben diese Chance nicht“, sagt sie.
Der Stadt Augsburg wächst die Prostitution inzwischen über den Kopf. Mit einem Konzept zur Verbesserung der Lebenssituation von Prostituierten wendet sie sich jetzt an Bundes- und Landtag und fordert eine Änderung der Gesetze. Unter anderem soll das Weisungsrecht des Arbeitgebers abgeschafft und die Altersgrenze zur Berufsausübung wieder auf 21 Jahre angehoben werden. Auch die Ende 2000 abgeschafften Gesundheitsuntersuchungen will man wieder einführen. Prostituierte müssten sich künftig bei der Polizei anmelden, und auch die Clubs sollen einer Erlaubnispflicht unterliegen...(Fridtjof Atterdal)

(Lesen Sie den gesamten Artikel in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 21. Februar 2014)

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