Kommunales

Der soziale Wohnungsmarkt ist vielerorts leergefegt. (Foto. dpa)

06.05.2015

Günstiger Wohnraum wird immer knapper

Bayerns Städtetagsvorsitzender Ulrich Maly fordert mehr Geld

Der bayerische Städtetag warnt auch angesichts der hohen Flüchtlingszahlen vor einem immer gravierenderen Mangel an günstigem Wohnraum. Der Wohnungsbedarf von anerkannten Flüchtlingen übersteige schon jetzt das Angebot deutlich, erklärte der Vorsitzende des Städtetags, der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD). Es gehe aber nicht nur um die Unterbringung von anerkannten Flüchtlingen und Asylbewerbern: "Es darf nicht zur Konkurrenz zwischen sozialhilfebedürftigen Familien, Alleinerziehenden, Rentnern und Obdachlosen mit Flüchtlingen und anerkannten Asylbewerbern kommen", betonte der SPD-Politiker. "Alles, was sozialen Sprengstoff bergen und zu einer Konkurrenzsituation mit Einheimischen führen könnte, muss frühzeitig entschärft werden."

"Baurecht anpassen"


Maly forderte eine "gemeinsame Kraftanstrengung aller politischen Ebenen, um die Wohnungsnot in Städten und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu bekämpfen". Dazu brauche man mehr Flächen und mehr Geld, intensiveren Wohnungsbau und "gewisse Anpassungen" des Baurechts. Maly behauptete, der Mangel an bezahlbarem Wohnraum habe sich lange aufgestaut. "Wohnungsmangel hat es bereits gegeben, als die Kommunen noch keine so hohe Zahl an Flüchtlingen unterbringen mussten."
Darüber hinaus forderte Maly mehr Anstrengungen bei der Integration anerkannter Flüchtlinge. "Kinder brauchen Kindergarten und Schule, Erwachsene brauchen Sprachunterricht und Integrationskurse. Übergänge ins Berufsleben müssen geebnet werden", betonte der SPD-Politiker. Dafür seien die Kommunen auf finanzielle Hilfe angewiesen. Zugesagte Mittel des Bundes müssten die Länder an die Kommunen weitergeben. (dpa)

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Kommentare (1)

  1. Roland am 07.05.2015
    Bekannt seit 2011!

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