Kommunales

Das Kabinett hat es heute beschlossen: Aus dem Zentralklinikum Augsburg wird Bayerns sechste Uniklinik. (Foto: dpa)

28.07.2015

Kabinett gibt Startschuss für Uniklinik Augsburg

Nach sechs Jahren macht sich die Staatsregierung daran, ein Versprechen von Ministerpräsident Horst Seehofer umzusetzen: die Aufwertung des kommunalen Augsburger Klinikums zu Bayerns sechster Uniklinik

Die Staatsregierung gibt den Startschuss für die Gründung des künftigen Uniklinikums Augsburg: Im Herbst 2018 sollen dort nach Möglichkeit die ersten Studenten einziehen. Die Gründung der medizinischen Fakultät soll im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. Ministerpräsident Horst Seehofer nannte dies eine "Jahrhundertentscheidung von enormer Tragweite". Das Kabinett stimmte dem von Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) ausgearbeiteten Konzept zu. 

Seehofer hatte die Umwandlung des kommunalen Klinikums im Jahr 2009 angekündigt. Bisher sind Stadt und Landkreis Augsburg die Träger. Billig wird Bayerns sechste Uniklinik nicht. Die Investitionskosten in den nächsten Jahren werden nach Spaenles Angaben bei etwa einer Viertelmilliarde Euro liegen. Die laufenden Kosten für Forschung und Lehre werden geschätzt zwischen 70 und 100 Millionen Euro pro Jahr liegen. Voraussetzung für die Gründung der Uniklinik ist aber die Zustimmung des Wissenschaftsrats, der Bund und Länder in allen Hochschulfragen berät.

Der Freistaat will die kommunale Trägergesellschaft Ende 2018 übernehmen

In der erste Phase sollen pro Jahr etwa 80 Studienanfänger zugelassen werden. Im Endausbau sollen in Augsburg dann mehr als 1000 Nachwuchsmediziner studieren können, bis zu 100 neue Professorenstellen sind eingeplant. Wissenschaftliche Schwerpunkte in Augsburg sollen Umweltmedizin und medizinische Informatik werden. "Insgesamt ist das eine riesige Kraftanstrengung", sagte Spaenle. Von der Größenordnung wäre die Augsburger Uniklinik damit nach Spaenles Angaben mit Regensburg vergleichbar, Bayerns kleinster Uniklinik. 

Kompliziert ist die rechtliche Umsetzung: Der Freistaat will die kommunale Trägergesellschaft Ende 2018 übernehmen. Das bisherige Personal soll auch unter künftiger staatlicher Regie bei der Trägergesellschaft angestellt bleiben. Grund dafür ist nach Spaenles Worten unter anderem, dass ansonsten die Übertragung der Pensionsansprüche sehr aufwändig gewesen wäre. Für den Forschungs-und Lehrbetrieb neu eingestellte Wissenschaftler und Dozenten sollen dann direkt beim Freistaat angestellt werden. (dpa)

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