Kommunales

Die Chancen stehen schlecht, dass am Osser tatsächlich noch ein Pumpspeicherkraftwerk gebaut wird. (Foto: dpa)

27.07.2015

Kirche respektiert Bürgerentscheid

Bistum Regensburg verkauft sein Grundstück, auf dem ein Kraftwerk gebaut werden sollte, nicht

Nach einem ablehnenden Bürgerentscheid zum Bau eines Pumpspeicherwerkes im Bayerischen Wald verkauft das Bistum Regensburg sein für das Projekt erforderliches Grundstück nicht. Das eindeutige Votum der Bevölkerung in der Gemeinde Lam (Landkreis Cham) werde respektiert, teilte die Diözese zum Ausgang der Bürgerbefragung vom Sonntag mit.

"Uns war und bleibt wichtig, was die Bevölkerung vor Ort möchte", erläuterte Diözesanökonom Alois Sattler. "Wir haben die Entscheidung über die Zurverfügungstellung des Grundstücks für das obere Becken von der Akzeptanz des Projektes in der unmittelbar betroffenen Bevölkerung abhängig gemacht." Diese Akzeptanz sei nicht gegeben. "Danach richten wir uns", so Sattler.

Die Anlage sollte 100 Millionen Euro kosten

Zwar will der Investor den Ausgang des Raumordnungsverfahrens abwarten. Nach dem Bürgerentscheid und dem Nein der katholischen Kirche zum Bau des Speichersees auf dem Osser sind die Chancen auf Verwirklichung des Projekts aber stark gesunken. Nach Medienberichten sollte die Anlage mehr als 100 Millionen Euro kosten. Pumpspeicherwerke dienen der Speicherung elektrischer Energie durch Hinaufpumpen von Wasser, das bei Bedarf über eine Druckleitung vom Oberbecken ins Unterbecken geleitet wird. Turbinen erzeugen den Strom. (dpa)

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