Kommunales

Die Unterzeichner des Memorandums (v. l.): Pavel Vanoušek (Altoberbürgermeister der Stadt Cheb), Birgit Seelbinder (Präsidentin Euregio Egrensis Bayern), Lubomir Ková (Euregio Egrensis Böhmen), Professor Klaus L. Wübbenhorst (Wirtschaftvorsitzender der Metropolregion Nürnberg), Armin Kroder (Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg) und Edmund Janisch (Vertreter des Bezirks Karlsbad). (Foto: Metropolregion Nürnberg)

20.11.2014

Metropolregion Nürnberg und Bezirk Karlsbad kooperieren

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit beginnt

Vertreter der Metropolregion Nürnberg und des Bezirks Karlsbad haben jetzt im Stadthaus Hersbruck ein Memorandum unterzeichnet, das eine internationale Arbeitsgemeinschaft begründet. Damit ist erstmals ein Gremium gefunden, das kontinuierlich ausleuchtet, welche Themen und gemeinsamen Projekte auf den Weg gebracht werden können. In dem Gremium werden vertreten sein: der Bezirk Karlovy Vary/Karlsbad, die Stadt Cheb/Eger, die Metropolregion Nürnberg, die Euregio Egrensis sowie Vertreter der Wirtschaft unter Begleitung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat.

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor 25 Jahren haben sich die grenznahen Gebiete auf beiden Seiten der ehemaligen Demarkationslinie aufeinander zubewegt. Rund ein Sechstel der 811 km langen Grenze zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik verläuft zwischen der Metropolregion Nürnberg und Böhmen. Die Organisation Euregio Egrensis hat hier auf beiden Seiten der Grenze erfolgreich teilräumliche Kooperationen geschmiedet.

Metropolregion Nürnberg und Westböhmen sind zum Teil heute schon eng in Kontakt: 22 Städte und Gemeinden aus der Metropolregion unterhalten Partnerschaften mit Kommunen aus Tschechien. Einige Beispiele: Amberg-Usti nad Orilici, Forchheim-Broumov, Hof-Cheb, Neustadt/Aisch-Hluboká nad Vlatvou, Nürnberg-Prag, Roth-Opava, Tirschenreuth-Planá.

Kommunen aus Tschechien – besonders die Stadt Cheb/Eger – haben Interesse an einer inhaltlichen Zusammenarbeit mit der Metropolregion Nürnberg.

Die Metropolregion Nürnberg hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um weitere Aspekte, Potenziale und Handlungsfelder für eine großräumige grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufzudecken. Die wesentlichen Ergebnisse der Studie wurden auf der Abschlussveranstaltung in Hersbruck vorgestellt. Die Studie steht unter www.metropolregionnuernberg.de/dokumentation/publikationen.html zum Download bereit.

Eine formelle Mitgliedschaft tschechischer Kommunen in der Metropolregion Nürnberg steht dabei nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, in einen qualifizierten Austausch zu treten und gemeinsame Anliegen voranzutreiben. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen dabei den Handlungsrahmen bilden.

Eine erste gemeinsame Aktivität stellt die Mitgestaltung der Bayerisch-tschechischen Landesausstellung 2016/2017 dar, die unter der Federführung des bayerischen Kultusministeriums organisiert wird. Die Unterzeichner des Memorandums setzen sich dafür ein, dass die Ausstellung möglichst viele Orte in der Metropolregion und in Westböhmen einbezieht. (BSZ)

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