Kommunales

Lebenslanges Lernen ist heute ein Muss. (Foto: Bilderbox)

07.10.2011

Mit einem Klick die ganze Bildung

14 bayerische Kommunen vernetzen ihre Angebote in einem gemeinsamen Portal

Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren noch zunehmen, gleichzeitig macht sich der demographische Wandel immer stärker bemerkbar: Rüstige Senioren sind bereit, sich länger in der Arbeitswelt einzubringen, von den Jüngeren werden ständig neue Kenntnisse verlangt. Bayerns Landkreise stellen als Reaktion ein Konzept vor.

Das ganze nennt sich Bildungsportal Bayern und hat seinen Ursprung im Landkreis Ostallgäu. Im dortigen Landratsamt hatte man schon vor drei Jahren erkannt: Die Angebote für die Weiterbildung waren nicht optimal. Es gab zahlreiche verschiedene Anbieter – darunter die Volkshochschulen, die Industrie- und Handelskammern oder das katholische Bildungswerk –, die sich aber inhaltlich kaum beziehungsweise nur wenig miteinander absprachen. Für die bildungswilligen Kunden bedeutete das, nach jedem interessanten Angebot auf zahlreichen verschiedenen Webseiten mühsam suchen zu müssen. „Eine echte Bildungsbremse“, bilanziert der Ostallgäuer Landrat Johann Fleischhut (Freie Wähler) rückblickend.


195 000 Klicks im Monat


Der Landkreis rief alle Bildungsanbieter auf, sich zu vernetzen. In kurzer Zeit stieg das Angebot von anfangs 30 Bildungsanbietern und 1200 Kursen auf 61 Anbieter und 2000 Kurse und weitete sich vom Landkreis Ostallgäu auf das gesamte Allgäu aus. Die große Nachfrage machen auch die 195 000 Aufrufe von www.bildung-allgaeu.de im Monat September 2011 deutlich.
Die Koordination übernehmen die bayerischen Volkshochschulen. „Wir wollen das Bildungsportal auf ganz Bayern ausweiten und allen lernbedürftigen und lernwilligen Bürgern die regionalen Bildungsangebote verfügbar machen“, so Karl Heinz Eisfeld, Vorsitzender des bayerischen Volkshochschulverbandes. Eisfeld erläuterte, dass neben der technischen Lösung, alle trägerübergreifenden Angebote zu bündeln, der Mensch im Vordergrund steht, für den lebensbegleitend auf Wunsch eine qualifizierte Bildungsberatung verlässlich ermöglicht wird. Das Portal wird Anfang November 2011 in 14 bayerischen Regionen weiter ausgebaut. Bis zum Jahr 2013 werden 60 Kommunen über das datengestützte bayernweite Portal mit regionalspezifischer Steuerung verfügen.
Ermöglicht wird dieses Gemeinschaftswerk des Freistaates Bayern, der Allgäu GmbH und des Volkshochschulverbandes durch die finanzielle Unterstützung des Freistaates Bayern. 145 000 Euro fließen aus den Mitteln des Kulturfonds in das zweijährige Projekt und ermöglichen ein Zusammenspiel von Staat, Kommune und Bildungsträgern. (André Paul)

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