Kommunales

Carsharing ermöglicht flexible und kostengünstige Mobilität. (Foto: Citeecar)

20.10.2015

München setzt auf Carsharing

CiteeCar unterstützt Initiative der Stadtverwaltung

Die Stadt München will Carsharing stärker fördern und am Mittleren Ring rund 1500 Kfz-Stellplätze in zusätzliche Parkflächen für Carsharing-Autos, in weitere Mobilitätsstationen sowie Fahrradabstellflächen umwandeln. Geplant ist zudem, die Gebühren zu halbieren, die die Anbieter an die Stadt für Parkmöglichkeiten entrichten, und die Obergrenze von 500 erlaubten Fahrzeugen pro Unternehmen abzuschaffen.

Über den Entwurf der Münchner Stadtverwaltung stimmt der Stadtrat voraussichtlich im Dezember 2015 ab. „Wir hoffen, dass dieser einmalige Vorschlag der Verwaltung die Unterstützung des Stadtrates findet! Es ist der richtige Schritt, um dem wachsenden Verkehr in München mit stadtverträglicheren Mobilitätsformen entgegenzuwirken – und Carsharing kann hierbei eine Hauptrolle spielen. Dass jedes Carsharing-Auto mehrere Privatwagen ersetzt und die städtische Verkehrssituation verbessert, zeigt eine Vielzahl von Studien und nicht zuletzt das sehr erfolgreiche Pilotprojekt in München“, sagt CiteeCar-Chef Bill Jones.

Fahrzeuganzahl auf Münchens Straßen senken

 

Bereits im April 2011 startete die Stadt München ein auf vier Jahre ausgelegtes Carsharing-Pilotprojekt, an dem auch CiteeCar seit zwei Jahren teilnimmt. Der Langzeitversuch sollte klären, ob sich durch Carsharing die Zahl der Fahrzeuge auf Münchens Straßen insgesamt senken lässt. Wissenschaftler der Universität Dresden bestätigen dies nun nach Auswertung der Daten des Langzeitversuchs. Zehn bis zwanzig Prozent der Nutzer haben im Untersuchungszeitraum ihren Privatwagen abgeschafft – und das in erster Linie aufgrund des vorhandenen Carsharing-Angebots. Unterm Strich ersetzt damit jedes Carsharing-Auto in München drei private Fahrzeuge. Laut Bundesverband CarSharing (bcs) können es sogar bis zu zehn Privatwagen sein.

Die große Nachfrage des Carsharing-Angebots in München bestätigt den Bedarf nach flexibler und dennoch kostengünstiger Mobilität. „Mit dem erfolgreichen Pilotprojekt und der Eröffnung der ersten Mobilitätsstation im November des vergangenen Jahres wurden bereits die ersten notwendigen Maßnahmen getroffen, um einen stadtverträglicheren Mobilitätsmix zu installieren. Wird der jüngste Vorschlag der Stadtverwaltung umgesetzt, erreichen wir jedoch eine neue Dimension und München würde als deutsches Paradebeispiel in punkto Carsharing-Förderung vorangehen“, so Bill Jones.

Autos städteübergreifend reservieren


CiteeCar bietet seit 2012 standortbasiertes Carsharing für Firmen- und Privatkunden zu Niedrigpreisen in elf deutschen Städten an. Registrierte Kunden können alle Fahrzeuge städteübergreifend per Web, App oder Hotline rund um die Uhr reservieren, buchen und fahren. Die rein nutzungsbasierten Kosten setzen sich zusammen aus einer Mietgebühr ab einem Euro pro Stunde und einer Kilometerpauschale ab 22 Cent. Als einziger standortbasierter Carsharer bietet CiteeCar seinen Nutzern die Möglichkeit, die Selbstbeteiligung im Schadenfall von 1000 auf null Euro zu senken und komplett risikofrei unterwegs zu sein.

Das innovative Host-Konzept garantiert eine Entlastung von Straßen und Umwelt, denn mit der Nutzung privater Stellplätze wird öffentlicher Parkraum nicht unnötig blockiert. Im Tausch gegen eine Parklösung erhalten registrierte Nutzer als „Hosts“ umfangreiche monatliche Freifahrtkontingente. Das Fahrzeugnetz kann dynamisch an die Standorte der Nutzer angepasst werden, sodass das nächste CiteeCar nie weit entfernt ist.(Nils Zeizinger)

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