Kommunales

Vor allem immer mehr Filmdrehs greifen in den öffentlichen Verkehr der Landeshaupstadt ein und beschäftigen die Ämter. (Foto: dpa)

26.06.2015

Münchens Handwerker sauer auf Kreisverwaltungsreferat

Aufgrund der Flut von Anträgen kommt das Amt kaum noch hinterher

Münchens Handwerker sind sauer auf die Stadtverwaltung: Seit Februar dieses Jahres werden nach ihren Angaben Anträge auf Nutzung öffentlicher Verkehrsflächen – beispielsweise für Gerüste oder Hebebühneneinsätze – nur noch mit einer Vorlaufzeit von 15 Arbeitstagen bearbeitet, selbst bei der Beseitigung von Unwetterschäden. „Inzwischen sind auch Bearbeitungszeiten von zehn Wochen keine Ausnahme mehr“, so Harald Friedrich, der Pressesprecher des Landesverbands der Dachdecker-Innung. Für witterungsabhängige Gewerke wie das Dachdecker-, Spengler- und Malerhandwerk komme dies einem Arbeitsverbot gleich. Und auch Immobilienbesitzern werde jede Planungssicherheit genommen. „Das ist für unsere Mitgliedsbetriebe nicht akzeptabel, es geht um ihre Existenz“, schimpft Harald Friedrich.


20 000 Anfragen allein im letzten Jahr


Im Kreisverwaltungsreferat der Landeshauptstadt, das für derartige Genehmigungen zuständig ist, gibt man den aktuellen Engpass bei den Genehmigungen freimütig zu: „Ja, und das ist auch für uns nicht akzeptabel“, so Behördensprecherin Daniela Schlegel. Schuld sei zum einen die „explosionsartige Zunahme entsprechender Anfragen und zum anderen der Personalengpass.“ In der Abteilung des Kreisverwaltungsreferats, dass zuständig ist für so genannte bauliche Eingriffe in den Straßenverkehr – dazu gehören neben den normalen Handwerkerarbeiten auch Umzüge und Filmdrehs – gingen nach Schlegels Angaben im vergangenen Jahr mehr als 20 000 Anfragen ein. Mit der bisherigen Besetzung sei das nicht mehr zu stemmen. „Wenn es der Wirtschaft gut geht, wird nun mal viel gebaut und auch bei der Filmbranche ist unsere Stadt immer beliebter.
Besonders aus letzterem Grund plant die Stadt für Herbst dieses Jahres die Eröffnung eines speziellen Büros, dass nur für die technische Abwicklung von Film-Dreharbeiten zuständig sein soll. Außerdem laufen gerade Stellenausschreibungen für den Bereich der übrigen Genehmigungen. (André Paul)

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