Kommunales

Weder die Staatsanwaltschaft noch der Verteidiger wollten sich konkret äußern. (Foto: dpa)

15.03.2017

Mysteriöse Telefonate belasten Regensburger OB Wolbergs zusätzlich

Der suspendierte SPD-Politiker soll mit dem Spender auch nach Ermittlungsbeginn noch telefoniert haben

Der vom Dienst suspendierte und wegen Korruptionsverdacht angeklagte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) soll noch nach Beginn der Ermittlungen mit dem Bauträger und Wahlkampfspender Volker Tretzel am Telefon über ein neues Grundstücksgeschäft gesprochen haben. Das berichtet der BR.

Konkret geht es um mindestens drei Telefonate, die Wolbergs zwischen dem 21. Oktober und dem 26. November 2016 mit Tretzel geführt haben soll. Wolbergs soll Tretzel darin zunächst versprochen haben, dass er sich dafür einsetzen werde, dass Tretzel Restflächen in einem bestehenden Baugebiet am Roten-Brach-Weg im Westen der Stadt bebauen dürfe. In einem späteren Gespräch kommentierte Wolbergs das Angebot des Bauträgers, ihm persönlich unter die Arme zu greifen, mit "super". Am 26. November 2016 schließlich soll Tretzel Wolbergs zugesichert haben, ihm eine Summe von 200 000 Euro zu zahlen.

Erster öffentlicher Auftritt nach der Verhaftung

Die Staatsanwaltschaft wollte sich auf Nachfrage des Senders aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht konkret zu diesem Sachverhalt äußern. Man bestätigte aber, dass das Telefon des OB abgehört worden sei. Wolbergs Anwalt Peter Wittig sagte, er wolle "nicht jede wilde Spekulation, auch wenn sie dem ungeprüften Verständnis der Ermittlungsbehörden entsprechen sollte, kommentieren".

Unterdessen ist der entmachtete Rathauschef erstmals nach seiner Entlassung aus der U-Haft wieder bei einer Veranstaltung öffentlich aufgetreten - und hat dort mit Nachdruck seine Unschuld beteuert. Beim Kreisverband des Landkreises Regensburg sagte Wolbergs, er wolle für die Wiederherstellung seiner Reputation kämpfen. Anders als die Stadtratsfraktion, die seinen Rücktritt fordert, stellte sich der Kreisverband hinter ihn. (BSZ)

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Kommentare (1)

  1. otto regensbacher am 16.03.2017
    Man darf sich über die Politikverdrossenheit der Deutschen nicht wundern, solange es immer wieder Politiker gibt, die handeln wie Angehörige der Mafia!

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