Kommunales

Im Gebiet des Münchner MVV erhöhen sich die Fahrpreise ab 14. Dezember durchschnittlich um 3,6 Prozent. (Foto: dpa)

27.10.2014

Nahverkehr wird teurer

In mehreren bayerischen Kommunen steigen die Preise für Busse und Bahnen

Mit Bussen und Bahnen mobil zu sein, wird auch Ende 2014 wieder in vielen Regionen Bayerns mit höheren Preisen zu Buche schlagen als zu Jahresbeginn.
- Wer in der bayerischen Landeshauptstadt und Umland, dem Gebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV), mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchte, wird vom 14. Dezember an durchschnittlich 3,6 Prozent mehr bezahlen müssen. Der Preis für eine Einzelfahrt erhöht sich beispielsweise von 2,60 auf 2,70 Euro. Eine Monatskarte für zwei Innenstadtringe wird um 1,70 Euro teurer (von 49,90 auf 51,60 Euro).  
- Im Gebiet des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN), der große Teile Mittel- und Oberfrankens abdeckt, verteuern sich die Tickets zum 1. Januar 2015 um durchschnittlich 2,99 Prozent. So erhöht sich der Preis einer Einzelfahrt in Nürnberg von 2,50 auf 2,60 Euro, eine Monatskarte für den Nahverkehrsbereich Nürnberg und Fürth kostet 67,80 statt 66,30 Euro.
- Auch der Regensburger Verkehrsverbund RVV plant neue Preise. Sie sind jedoch laut einem Sprecher des Verbundes noch nicht spruchreif. Man rechnet mit einer Entscheidung im November.  

Fahrgastverband sieht für Maßnahme keine Notwendigkeit


- Bei den beiden übrigen Großverbünden in Bayern, dem Augsburger AVV und der unterfränkischen Verkehrsunternehmens-Verbund Mainfranken (VVM), wird es keine Erhöhungen zum Jahreswechsel geben. Beide Verbände hatten bereits Mitte des Jahres ihre Preise angepasst. So waren in Unterfranken die Preise bereits zum August um durchschnittlich 1,45 Prozent gestiegen und mit einer Preisgarantie bis 31. Juli 2015 versehen worden. Im Augsburger Raum waren die Preise im Juli im Schnitt um 3,4 Prozent angehoben worden, nachdem man sie zuvor eineinhalb Jahre konstant gehalten hatte, wie AVV-Sprecherin Katrin Markhof berichtete.  
Zur Begründung für die Preiserhöhungen nennen alle Verkehrsverbünde übereinstimmend gestiegene Energie- und Personalkosten. "Fahrtstrom, Personal und Kraftstoffe wie Diesel bilden immer den größten Anteil bei den Kosten für den Nahverkehr und damit auch für die Preissteigerungen", erklärt Manfred Rupp vom Verbund für den Großraum Nürnberg.
Für Matthias Wiegner vom Fahrgastverband Pro Bahn in Bayern ist dies nicht wirklich nachvollziehbar: "Es ist den Menschen schwer zu vermitteln, dass die Fahrpreise sich stärker erhöhen als die allgemeine Preissteigerung." Im Gegenzug würde sein Verband gerne zusätzliche Investitionen sehen. Die vielen Verspätungen beim jüngsten Sturm hätten gezeigt, dass es im Nahverkehr noch viel zu verbessern gibt. (dpa)

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