Kommunales

In der Oberpfalz herrscht ein Mangel an Hebammen. Werdende Mütter sind besorgt. (Foto: dpa)

02.02.2018

Neuer Lehrstuhl für Hebammenkunde an der OTH Regensburg geplant

Für das Projekt machen sich Bezirkstagspräsident Franz Löffler (CSU) und die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger (FW) stark

Der Chamer Landrat und oberpfälzische Bezirkstagspräsident Franz Löffler (CSU) und die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger (FW) wollen an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) in Regensburg einen Lehrstuhl für Hebammenkunde implementieren. Ziel der beiden Kommunalpolitiker ist, wieder mehr junge Frauen für den Beruf der Hebamme zu begeistern. Es herrsche in der gesamten Oberpfalz eine Versorgungslücke, die junge Eltern insbesondere vor und nach einer Entbindung bemerkten, hob Löffler hervor. „Das ist nicht zufriedenstellend, und dieses Thema bewegt uns natürlich“, so Franz Löffler und Tanja Schweiger übereinstimmend.

Der Ansatz der beiden betrifft zum einen die Qualifizierung des Berufsbilds, zum anderen die Regionalisierung. So wolle man den Beruf der Hebamme – ähnlich wie in der Pflege – durch die Akademisierung attraktiver machen sowie die Ausbildung zur Hebamme in Ostbayern ermöglichen.

Die bestehenden Fachschulen für Hebammenkunde sind allesamt nicht im ostbayerischen Raum angesiedelt. Löffler und Schweiger sehen darin auch einen Grund, warum in der Region Hebammen fehlen. Beide halten Regensburg für einen geeigneten Standort für den zukünftigen Lehrstuhl und haben dies in einem gemeinsamen Schreiben Mitte Oktober 2017 an Bayerns Bildungsstaatssekretär Bernd Sibler (CSU) vorgeschlagen. Für Regensburg spreche, dass hier mit der Klinik St. Hedwig und den Universitätslehrstühlen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie für Kinder- und Jugendmedizin bereits gute Partner zur Verfügung stünden.

Gut vernetzbar mit den Studiengängen Logopädie,
Pflege, Physiotherapie und Sozialwissenschaften


Tanja Schweiger betonte, wie gut die OTH bereits jetzt mit Kliniken der Region vernetzt sei: „Es ist ein enges Miteinander.“ Mit den Studiengängen für Physiotherapie, Logopädie, Pflege und Sozialwissenschaften sei in Regensburg schon vieles verfügbar, das mit der Hebammenkunde gut zusammenpasse, so die Landrätin.

In seinem Antwortschreiben auf die Bitte der beiden Kommunalpolitiker verwies Bernd Sibler auf einen „Zwischenstand in der Entscheidungsfindung“ und lobte das eigene Haus: „Das Ministerium arbeitet hart und verbindlich an einem Modellversuch an einer Hochschule.“ Innerhalb eines halben Jahres wolle man das Ergebnis vorlegen. Es gebe insgesamt fünf Interessensbekundungen von Hochschulen, so Sibler. „Regensburg ist sicher gut aufgestellt. Ich weiß aber noch nicht, ob es Regensburg wird“, dämpfte er allzu große Erwartungen aus der Bezirkshauptstadt. Man habe jedoch seitens der bayerischen Staatsregierung „großes Interesse daran, den Beruf der Hebamme weiterzuentwickeln“, versicherte der Staatssekretär. „Außerdem gehe es angesichts steigender Geburtenzahlen in Bayern auch um die Versorgungssicherheit der jungen Eltern wie der Neugeborenen.“ (Martina Hirmer)



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