Kommunales

Auch in bayerischen Großstädten wird es im Sommer künftig häufiger zu Hitzewellen kommen. (Foto: dpa)

23.01.2015

Praktische Hilfe beim Klimawandel

Erste deutschsprachige Kurzversion des Weltklimaberichts speziell für Kommunen

Der Klimawandel wird die Städte besonders treffen – vor allem Hitzewellen werden für urbane Räume in den nächsten Jahren weltweit zur Herausforderung, auch in bisher gemäßigten Breiten. Doch auf welches Wissen sollten Entscheidungsträger in Rathäusern, kommunalen Behörden und Stadtwerken ihr Handeln in Sachen Klimawandel und Klimaschutz bauen? Antworten hierauf gibt jetzt der Report Klimawandel: Was er für Städte bedeutet. Publiziert wird er durch das Wissenschaftsportal klimafakten.de in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem internationalen Städtenetzwerk ICLEI – Local Governments for Sustainability. Der Report gibt die Ergebnisse des sogenannten IPCC-Sachstandsberichts (Weltklimabericht) wieder und fasst dazu die mehreren tausend Seiten des aktuellen wissenschaftlichen Sachstands in Sachen globaler Klimaforschung zusammen.

Mehr Hitzewellen und Überschwemmungen

Der komplette Weltklimabericht ist für Städte und Gemeinden zwar in höchstem Maße relevant, in seinem Umfang aber schlicht zu umfangreich. Deshalb wurde aus dem Weltklimabericht das für die Kommunen relevante Grundlagenwissen herausgefiltert. Mit Klimawandel: Was er für Städte bedeutet liegt damit erstmals eine Art Kurzfassung des Weltklimaberichts in deutscher Sprache und mit kommunalem Blickwinkel vor. Denn fest steht nach der UN-Klimakonferenz in Lima: Klimaschutz findet, bei aller Verantwortung nationaler Regierungen, vor Ort statt, in den Gemeinden.
Auch in Mitteleuropa und damit auch in Bayern wird der Klimawandel Städte und Gemeinden treffen. Überschwemmungen und Sturzfluten nach Starkregen, innerstädtische Hitzeinseln bei wochenlangen Hitzewellen aber auch der Ausstieg aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas bei kommunalen Stadtwerken sind Themen, auf die Kommunalverwaltungen und Kommunalpolitiker vorbereitet sein müssen – etwa durch die Bereitstellung gekühlter Notunterkünfte für Alte und Kranke oder die hitzeresistente Bepflanzung von innerstädtischen Parks und Grünanlagen.
Um weltweit ehrgeizigere Klimaschutzziele zu erreichen und eine wirksame Klimaanpassung vor Ort vorzunehmen, sind die Kommunen ein wichtiger Teil der Lösung. Egal, ob es um eine neue Grünflächenplanung, den öffentlichen Nahverkehr oder die kommunale Beschaffung geht - das Thema Klima steht immer mit auf der Agenda. Dieser Verantwortung stellen sich die Kommunen. Mit dem Städte-Report zum Klimawandel bekommen die Kommunen hierfür eine verlässliche, wissenschaftlich fundierte Argumentationshilfe für kommunale Entscheidungsprozesse in die Hand. (BSZ)

Download unter: http://www.klimafakten.de/ar5

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 49 (2017)

Paragraf 219a: Soll das Werbeverbot für Abtreibungen abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 8. Dezember 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Simone Strohmayr, Vize-Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag

(JA)

Winfried Bausback (CSU), bayerischer Justizminister

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.