Kommunales

03.06.2011

Schwerpunkt ländlicher Raum

Nationaler Radverkehrskongress in Nürnberg

Auf dem Nationalen Radverkehrskongress am 30./31. Mai 2011 diskutierten in Nürnberg 600 Fachleute aus dem In- und Ausland über aktuelle Themen des Radverkehrs in Deutschland. Der Bedeutungsgewinn des Themas Radverkehr war nicht nur an der hohen Anzahl von 40 Vorträgen in acht verschiedenen Foren, sondern auch an der großen Teilnehmerzahl abzulesen. Die Teilnahme des Staatssekretärs Rainer Bomba aus dem Bundesverkehrsministerium (BMVBS), der bayerischen Innen- und Wirtschaftsminister Joachim Herrmann (CSU) und Martin Zeil (FDP), des Nürnberger Oberbürgermeisters Ulrich Maly (SPD) sowie weiterer Bürgermeister und Landräte bayerischer Kommunen und Landkreise zeigte auch eindrucksvoll das Interesse der Politik am Radverkehr.
Im Rahmen des Kongresses stellte sich die Gründungsinitiative der Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ vor. Innenminister Herrmann präsentierte zum Abschluss das Radverkehrshandbuch Radlland Bayern. Beide Highlights unterstreichen die vielfältigen Aktivitäten zur Förderung des Radverkehrs auch in Bayern.
Das im Mai vom Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) eingeweihte Fahrradverleihsystem der Stadt Nürnberg – jedem Kongressteilnehmer stand ein Leihrad zur Verfügung – ist eine der diskutierten Innovationen, die neue Chancen für verkehrsmittelübergreifende Mobilitätsoptionen bieten. Dass Solches nicht nur in Großstädten erfolgreich sein kann, sondern auch in ländlichen Räumen, zeigt das Beispiel des Leihfahrradsystems auf Usedom.
Welche Perspektiven Elektrofahrräder für die Überwindung weiter Strecken, aber auch für topografisch anspruchsvolle Räume bieten und welche Ansprüche sie an die Fahrradinfrastruktur stellen, wurde in einem weiteren Forum diskutiert. Die Bedeutung für den Radtourismus in Bayern, aber auch in anderen ländlichen Regionen, unterstreichen die beiden mit Preisen ausgezeichneten bayerischen Beispiele: das Pedelec-Verleihsystem Chiemgauer Rückenwind sowie der mit fünf Sternen ausgezeichnete Mainradweg.
Der ländliche Raum bildete einen Schwerpunkt beim Radkongress 2011. Welche Strategien dazu beitragen, neben dem Radtourismus auch den Alltagsradverkehr zu stärken, wie Land und Gemeinden, Regionen und Landkreise dabei zusammenarbeiten können und welche Finanzierungsmodelle möglich sind, wurde auch anhand von Beispielen aus Österreich und der Schweiz präsentiert und diskutiert. Eine wichtige Rolle spielte auf dem Kongress darüber hinaus die Weiterentwicklung des Nationalen Radverkehrsplans.
Gerade der Dialog mit Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen sowie von Unternehmen und Institutionen aus Forschung und Praxis ist ein Anliegen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Die Ergebnisse der verschiedenen Foren, Strategien, Anregungen und Ideen der Teilnehmer fließen in die Weiterentwicklung des Nationalen Radverkehrsplans über das Jahr 2012 hinaus ein. (Johannes Ziegler)

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