Kommunales

Der oberbayerischen Heimat geht es definitiv besser als der nord-und nordostbayerischen. (Foto: dpa)

28.01.2015

Söder präsentiert ersten "Heimatbericht"

Dem ländlichen Raum gehe es insgesamt besser, aber im Nordosten sinke die Einwohnerzahl kontinuierlich

Die Wohlstandsschere zwischen ländlichen Regionen und den Großstädten Bayerns ist kleiner geworden, behauptet die Staatsregierung. "Der ländliche Raum ist deutlich aktiver und vitaler als sein Image", sagte Finanzminister Markus Söder (CSU) bei der Vorstellung des ersten "Heimatberichts".  
Söder präsentierte dazu umfangreiche Statistiken. So habe sich die Arbeitslosenquote im ländlichen Raum von 2006 bis 2013 von 6,6 auf 3,3 Prozent halbiert. Außerdem ist die Wirtschaft in den ländlichen Regionen im selben Zeitraum schneller gewachsen als in den Städten -das ländliche Bruttoinlandsprodukt legte um 22 Prozent zu, das städtische um knapp 18 Prozent.
Herausforderung bleibt nach Söders Einschätzung vor allem der Bevölkerungsrückgang in Teilen Oberfrankens, der Oberpfalz und Niederbayerns. Söder will diese 20 Landkreise so attraktiv machen, dass sie mehr Zuzügler anziehen als bisher. "Wir müssen dafür sorgen, dass der Zuzug in die ländlichen Räume zunimmt", sagte der CSU-Politiker. Eine neue Initiative stellte Söder aber nicht vor.

Grüne sprechen von "Schönrednerei"

 
Der anhaltende Bevölkerungsschwund im Nordosten Bayerns ist nach den Analysen des Statistischen Landesamts hauptsächlich auf den Sterbeüberschuss zurückzuführen, nicht auf Landflucht. Denn in allen Landesteilen gibt es mehr Sterbefälle als Geburten. Die Bevölkerung im Großraum München und anderen Ballungsräumen wächst dennoch wegen der Zuwanderung aus dem In- und Ausland. In ländlichen Regionen gibt es sehr viel weniger Zugereiste, so dass der Sterbeüberschuss nicht ausgeglichen werden kann.   
Der Heimatbericht löste erwartungsgemäß ein geteiltes Echo aus. Die Landtags-Grünen warfen Söder Schönrechnerei vor, weil der Finanzminister die positiven Daten herausstellte. Sie konterten mit einer anderen Statistik: In München erlange fast die Hälfte der Schüler die Hochschulreife, in den ostbayerischen Kreisen Tirschenreuth und Freyung-Grafenau nur 13 Prozent. "Grundsätzliche Gerechtigkeitsfragen werden leider völlig ausgeklammert", kritisierte der Abgeordnete Markus Ganserer. (dpa)

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