Kommunales

Viele Rumänen schlagen sich in Deutschland als Bettler durch. (Foto: dpa)

30.09.2014

Städtetag plant Förderprojekt für rumänische Kommunen

Verband reagiert auf wachsenden Migrationsdruck nach Deutschland aus dem ärmsten Mitgliedsland der EU.

Ein Großteil der nach Deutschland strebenden innereuropäischen Armutsmigranten stammt aus Rumänien. Belastet werden dadurch vor allem die größeren Städte, weil sie für die Versorgung dieser Menschen aufkommen müssen. Der Deutsche Städtetag will sich deshalb künftig für bessere Lebensverhältnisse von so genannten "benachteiligten Bevölkerungsgruppen" in Rumänien engagieren und plant aus diesem Grund konkrete Kooperationen mit rumänischen Städten und Kommunalverbänden. Eine Delegation des Deutschen Städtetages war gerade in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Insgesamt haben bundesdeutsche 13 Städte ihre Bereitschaft erklärt, mit rumänischen Partnern zusammenzuarbeiten. Der Kommunale Spitzenverband erwartet aber nach eigenem Bekunden trotzdem, dass sich ebenso die Europäische Union für ihr ärmstes Mitgliedsland einsetzt.

Hilfe bei Beantragung von EU-Geldern


"Vor Ort ist unübersehbar, dass viele Menschen in sehr ärmlichen Verhältnissen leben. Deshalb wollen wir in Rumänien beispielsweise mit unseren Kenntnissen und Erfahrungen helfen, EU-Fördermittel zu beantragen. Die Gelder, die Rumänien zum Beispiel aus dem Europäischen Sozialfonds zustehen, sollen auch abgerufen werden und den Menschen zugute kommen", erläutert Stephan Articus, der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, die geplante Strategie. Bessere Bildungs- und Erwerbschancen und bessere Wohnverhältnisse in rumänischen Städten seien entscheidend dafür, um Armutsmigration zu verhindern und den Menschen in ihrem Heimatland eine Perspektive zu eröffnen", so Articus. Deshalb sei es gut, dass an den Gesprächen auch rumänische Regierungsvertreter beteiligt sind, um den Erfolg der Kooperationen voranzubringen. Vorausgegangen war ein erster Delegationsbesuch im Januar 2014.  "Wir freuen uns, dass die rumänischen Partner großes Interesse an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf lokaler Ebene mit deutschen Städten und dem Deutschen Städtetag haben. Schwerpunktmäßig werden vor allem Projekte in Angriff genommen, die soziale Teilhabe und Integration fördern. Dabei geht es um Verbesserungen für die Minderheit der Roma in den Städten wie auch für andere benachteiligte Bevölkerungsgruppen", ergänzt der Verbandsgeschäftsführer. (BSZ)

 

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