Kommunales

Ein richtiger Sternsinger lässt sich auch durch Wind und Wetter nicht vom Weg abbringen. (Foto: dpa)

29.12.2014

Sternsinger wieder unterwegs

In mehreren bayerischen Bistümer verkleiden sich Jugendliche auch heuer als Heilige Drei Könige und bitten um Spenden für Bedürftige

Echte gekrönte Häupter sind sie nicht - aber verkleidet als Heilige Drei Könige ziehen in den nächsten Tagen wieder Sternsinger von Haus zu Haus. Sie schreiben einen Segensspruch an die Tür und sammeln Geld für wohltätige Zwecke. Einige dürfen sogar zur Bundeskanzlerin.
Die Sternsinger sind wieder unterwegs - verkleidet als Heilige Drei Könige ziehen Kinder und Jugendliche in den nächsten Tagen von Haus zu Haus. Sie singen fromme Lieder, sammeln Spenden und schreiben mit Kreide den alten Segensspruch "20 C+M+B 15" für "Christus mansionem benedicat" ("Christus segne dieses Haus") an die Türen. In mehreren bayerischen Bistümern startete die Sternsingeraktion am Montag, andere folgen am Dienstag.

Abstecher zur Kanzlerin


Für das Erzbistum München-Freising sendete Weihbischof Wolfgang Bischof in Fürstenfeldbruck mehrere hundert junge Menschen aus. Dabei war auch die Gruppe der Pfarrei St. Martin in Langenpreising (Landkreis Erding). Sie wird die Erzdiözese am 7. Januar 2015 beim Sternsingerempfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vertreten. Am Nachmittag waren Auftaktveranstaltungen für das Bistum Regensburg in Amberg und das Bistum Passau in der Drei-Flüsse-Stadt geplant.
Die bundesweite Sternsingeraktion steht 2015 unter dem Leitwort "Segen bringen, Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit". Vor einem Jahr sammelte rund eine halbe Million Sternsinger in ganz Deutschland knapp 45 Millionen Euro. Damit werden weltweit karitative Projekte gefördert.
Jedes Jahr sind allein im Erzbistum München-Freising rund 20 000 Ministranten in mehr als 600 Sternsingergruppen unterwegs. Vor einem Jahr sammelten sie 2,5 Millionen Euro. Am Nachmittag wollte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer rund 1000 Sternsinger seines Bistums in Amberg losschicken. Der Passauer Bischof Stefan Oster plante im Dom die Aussendung von etwa 1500 Sternsingern.
Am Dienstag, 30. Dezember, folgen die Auftaktveranstaltungen mit rund 750 Sternsingern für das Erzbistum Bamberg sowie für die Diözesen Augsburg und Eichstätt. Im Bistum Würzburg gibt es dieses Mal keine zentrale Aussendung der Sternsinger - meist Ministranten der Pfarreien. Aber auch dort bereitet sich bereits jetzt eine Gruppe auf den Empfang bei Bundeskanzlerin Merkel vor. Die vier Mädchen, die das nordbayerische Bistum vertreten, kommen aus Stockstadt.Merkel lädt traditionell Sternsingergruppen aus allen 27 Diözesen ins Bundeskanzleramt ein. Die Delegationen vertreten die Sternsinger von rund 11 000 katholischen Pfarreien. Bereits am 6. Januar 2015 empfängt Bundespräsident Joachim Gauck rund 40 Sternsinger aus dem Erzbistum Köln in seinem Amtssitz im Berliner Schloss Bellevue. Organisiert wird die alljährliche Sternsingeraktion vom Kindermissionswerk und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend. (dpa)

 

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