Kommunales

Kommunale Annahmestellen werden mit alten Fernsehern und Radios zugeschüttet. Diese dürfen nicht mehr „wild“ entsorgt werden. (Foto: DDP)

19.03.2010

Unverzichtbare Kontaktbörse

11. Abfall- und Deponietage des bayerischen Landesamtes für Umwelt in Augsburg

Müll ist heute zu großen Teilen Energie- und auch Rohstofflieferant. Dazu ist allerdings ein aufwändiges Abfallmanagement erforderlich, in das der Staat regulierend erheblich eingreift. Um sich dazu über neueste technische und rechtliche Entwicklungen zu informieren, kamen 280 Fachleute bei den 11. bayerischen Abfall- und Deponietagen im Landesamt für Umwelt (LfU) zusammen. An zwei Tagen standen zahlreiche Fachvorträge auf dem Programm. 14 Unternehmen waren auf einer Begleitausstellung im Foyer vertreten.
Übereinstimmend war aus Teilnehmerkreisen zu hören, dass die Abfall- und Deponietage, die als größte Veranstaltung ihrer Art in Süddeutschland gelten, eine ideale Plattform für den fachlichen Austausch und geschäftliche Kontakte seien. Bernd Blößl, Produktmanager beim Labordienstleister Synlab Umwelt, hob hervor, er treffe hier ausnahmslos Entscheider der Branche, ein breites Spektrum von Behördenvertretern, Deponiebetreibern und Ingenieurbüros. Wichtig sei ihm vor allem das Gespräch mit Bestandskunden: „Es wäre viel mühsamer, die alle abzufahren.“ Dazu passt auch, dass die Veranstaltung heuer schon sechs Wochen vorher komplett ausgebucht war. Albrecht Roeder, Assistent der Geschäftsführung von Ecosoil Süd, einem führenden Anbieter baunahen Umweltschutzes, interessierte sich thematisch vor allem für Rohstoffgewinnung aus Mülldeponien. Nach seinem Verständnis wäre das im Moment noch zu teuer, könne sich aber bei weiter steigenden Rohstoffpreisen rechnen. Ecosoil sei derzeit noch stark mit der Sanierung von Deponien beschäftigt: Oberflächenabdichtungen, die Beseitigung von Deponiegasen und Nachsorge bei ramponierten Sickerwasserleitungen. Bisher habe Ecosoil rund 100 Deponien saniert. Das Thema Rohstoffgewinnung aus Deponien könne wichtig werden, sobald diese Arbeit abgeschlossen sei.
Zu Beginn der Tagung wies LfU-Präsident Albert Göttle darauf hin, dass die Abfallwirtschaft die Grundlage für gesunde Arbeits- und Wohnverhältnisse bilde. Eröffnet wurden die Abfall- und Deponietage von der bayerischen Umwelt-Staatssekretärin Melanie Huml (CSU). Sie sprach sich gegen einen Konkurrenzkampf zwischen der Verbrennung und der Rohstoffnutzung aus, da Müllrecycling und thermische Verwertung gleichermaßen geeignet seien, die Emission von klimaschädlichen Treibhausgasen zu vermindern. Ein besonderes Anliegen war der Politikerin die zum 1. April anstehende Einführung des elektronischen Nachweises der Entsorgung gefährlicher Abfälle. Huml kündigte an, hier Druck zu machen. Erst 1500 von 5800 in Frage kommenden Unternehmen hätten sich dafür registriert.

(Andreas Alt)

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