Kommunales

Uwe Brandl ist seit 24 Jahren Bürgermeister der niederbayerischen Gemeinde Abensberg im Landkreis Kelheim. (Foto: dpa)

19.06.2017

Uwe Brandl neuer Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebunds

Der Bürgermeister von Abensberg leitet bereits seit 2002 den Bayerischen Gemeindetag

Der Präsident des Bayerischen Gemeindetages und Abensberger Bürgermeister Uwe Brandl (CSU) wird oberster Repräsentant von Deutschlands Gemeinden. Der 57-jährige Jurist wurde am Montag, 19. Juni, beim Deutschen Kommunalkongress in Berlin zum Präsidenten des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB) gewählt. Er tritt am 1. Januar 2018 die Nachfolge von Roland Schäfer an, der Bürgermeister von Bergkamen in Nordrhein-Westfalen ist. Brandl war seit 2003 Vizepräsident des DStGB, den Bayerischen Gemeindetag leitet er seit 2002, das Rathaus der Stadt Abensberg (Landkreis Kelheim) seit 1993. Zuvor war er als Rechtsanwalt tätig.

Der scharfzüngige wie gern auch mal ironische Redner Uwe Brandl gehört, obwohl ein Christsozialer, häufig zu den härtesten Kritikern der bayerischen Staatsregierung - vor allem wenn er meint, diese lasse die Kommunen finanziell im Regen stehen. Auch bei der 10 H-Regelung sparte er nicht mit verbalen Einwürfen. Einen Erfolg verbuchen kann der Verbandschef - in seiner Heimatkommune strebt er im Juli diesen Jahres die fünfte Amtszeit an - mit den aktuellen Änderungen im Landesentwicklungsprogramm (LEP). Dieses neigt künftig eher den Interessen der kleinen Orte als denen der Metropolen zu, beispielsweise die Erleichterungen beim Anbindegebot betreffend.

Der Abensberger Bürgermeister gehörte auch zu den ersten prominenten Kommunalpolitikern im Freistaat, die mahnten, dass sich das Land mit dem massenhaften Zuzug an Migranten womöglich auch übernehmen könnte - während andernorts in den kommunalen Verbänden noch die Willkommenskultur groß geschrieben und die Aussage gepflegt wurde, dass "Städte Integration können". Er warnte früh nicht nur vor den Belastungen bei der Bereitstellung von Unterkünften, sondern auch vor den langfristigen Auswirkungen für das soziokulturelle Gefüge gerade in kleinen Kommunen. (apl)

 

 

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 38 (2017)

Soll die Kanzlerschaft zeitlich begrenzt werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 22. September 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Ates Gürpinar, Landessprecher der Linken Bayern

(JA)


Michael Frieser, rechtspolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.