Kommunales

Pegida hat schon häufiger in München demonstriert. (Foto: dpa)

09.11.2015

Verwaltungsgericht erlaubt Pegida-Demonstration vor Münchner Freiheit

Die Stadtverwaltung wollte die Demo der Islam-Kritiker verbieten, diese klagten erfolgreich dagegen

Die islamkritische Bewegung Pegida darf heute, an diesem symbolträchtigen Montag, den 9. November, nun doch wie angemeldet an der Münchner Freiheit demonstrieren. Das Verwaltungsgericht München hat am Montagvormittag einem Eilantrag vom Freitag, 6. November stattgegeben, wie das Gericht mitteilte. Zuvor hatte das Kreisverwaltungsreferat der Stadt dem Bündnis eine Absage für die geplante Demonstration (19 Uhr) erteilt und diese auf Dienstag, den 10. November, verlegt. Die Behörde befürchtete "hetzerische Thesen und antisemitische Provokationen". Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts darf die Stadt im Laufe des Tages noch Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einlegen. Ob sie davon Gebrauch machen wird, war zunächst unklar. 

Hintergrund: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 hatten Synagogen in ganz Deutschland gebrannt. Jüdische Bürger wurden von den Nationalsozialisten misshandelt, ihre Geschäfte und Wohnungen demoliert. Der Platz "Münchner Freiheit" erinnert an die Widerstandsgruppe "Freiheitsaktion Bayern". Allerdings war es noch bei keiner Pegida-Demonstration zu feindlichen Äußerungen gegen Juden oder den Staat Israel gekommen, die Aversionen der Demonstranten richten sich - zumindest bisher - ausschließlich gegen den Islam. (dpa)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 33 (2017)

Soll die elektronische Gesundheitskarte abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 18. August 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:


Wieland Dietrich,
Vorsitzender der Freien Ärzteschaft e.V.

(JA)


Melanie Huml (CSU), bayerische Gesundheitsministerin

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.