Kommunales

Mancherorts dominieren noch Asphalt und Beton - nicht leicht für zarte Pflänzchen. (Foto: dpa)

09.11.2016

Wie mehr Stadtgrün gegen die Folgen des Klimawandels helfen soll

Grünanlagen können viel Feuchtigkeit aufnehmen und kühlen als Schattenspender die Umgebung im Sommer um drei bis sechs Grad ab

Anlässlich der UN-Klimakonferenz vom 7. bis zum 18. November 2016  in Marrakesch weist der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sport€platz-bau e. V. (BGL) darauf hin, dass mehr städtisches Grün die Folgen des Klimawandels deutlich abmildern kann.

Kälte, tropische Hitze und sintflutartiger Regen: Der vergangene Sommer zeigte sich auch in Deutschland von seiner extremen Seite. Klimaforscher berichten, dass immer häufiger mit längeren Phasen extremer Hitze und Trockenheit ebenso wie mit Starkregen zu rechnen ist.

Dabei kann auf lokaler Ebene den Folgen des Klimawandels aktiv begegnet werden. „Eine dem Klimawandel angepasste Gestaltung des städtischen Raums mit ausreichend Grün- und Wasserflächen ist mehr denn je notwendig“, sagt BGL-Vizepräsident Eiko Leitsch. „So können die positiven Klimaeffekte von urbanem Grün vor Ort genutzt werden - zum Wohl der Bürger.“


Ballungsgebiete besonders betroffen

Gerade in Städten und Ballungsgebieten helfen Grünflächen, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Städtische Grünanlagen können viel Feuchtigkeit aufnehmen und kühlen als Schattenspender die Umgebung im Sommer um drei bis sechs Grad ab. Dieser Effekt kann sich, je nach umgebender Bebauung und Größe der Grünanlage, rund 300 Meter weit auswirken und für Entlastung sorgen. Gleichzeitig schützen Grünflächen vor Überflutungen, indem sie Wassermassen wie ein Schwamm aufsaugen.

Auch bei der Reduzierung von CO2-Emmisionen, ein wesentlicher Faktor beim Anstieg der Erderwärmung, sind Grünflächen wichtig. So speichern  Stadtbäume im Jahr etwa 62 Millionen Tonnen CO2. Eine einzelne Buche filtert die Jahresemission eines PKWs mit einer Fahrleistung von 20 000 km aus der Stadtluft.

Fachleute gehen davon aus, dass Wetterextreme als Folge des Klimawandels zunehmen– mit weitreichenden Auswirkungen. Laut einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimaforschung (PIK) und des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) könnte sich ohne entsprechende Gegenmaßnahmen die dadurch verursachte Schadenssumme von derzeit bereits 500 Millionen Euro jährlich noch vervielfachen. (BSZ)

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