Kultur

Zauberhaft in der Polarnacht: "Haus mit Lichtflecken" (Ausschnitt) von Gerhard Rießbeck (2014). (Foto: Galerie Sima)

12.11.2015

Geheimnisvoll

Häuser in Polarlandschaften: Gemälde von Gerhard Rießbeck in Nürnberger Galerie Sima

Die Polargebeite haben es Gerhard Rießbeck angetan: Mehrmals hat er sie schon bereist, unter anderem an Bord des Eisbrechers „Polarstern“ des Alfred-Wegener-Instituts. Sein Erleben dieser einzigartigen Landschaft hat der Franke (1964 in Lichtenfels geboren) in bedeindruckenden Bildern festgehalten. Nach den menschenleeren Landschaften früherer Werke und den vermummten Forschergestalten ist - ausgelöst durch einen weiteren Aufenthalt in Grönland - das Haus in vielen farbstarken Varianten zum Thema seiner Bilder geworden.

Geheimnisvolle Häuser

Rießbeck bildet die Häuser allerdings nicht im realistischen Sinne ab, sondern reduziert sie auf das Elementare. Dadurch wirken die Bilder spielerisch einfach und doch geheimnisvoll. Etliche von ihnen tragen den Titel "Das Haus des Malers" und weisen damit auch in ironischer Brechung auf die Analogie zwischen der Ausgesetztheit des Menschen in der unendlich weißen Schneelandschaft und der Situation des Malers vor der weißen Leinwand hin.

Auszug aus Rießbecks Tagebuch - Ostgrönland, Mo, 19. 8. 2013: „Strahlendes Abendlicht, blauer Himmel, blaues Wasser, darin Eisberge - skulpturengleich -, alpin anmutende unmittelbar aus dem Meer aufsteigende Bergspitzen in warmen Goldbraun; man hat den Eindruck in einem riesengroßen phantastischen Abenteuerspielplatz gelandet zu sein. Mitten drin der Ort Tiniteqilaq, ein Zwischending von Spielzeugstadt und Schrotthaufen.“

Tiniteqilaq ist auch die Ausstellung in der Nürnberger Galerie Sima überschrieben, die diese "Häuser-Bilder" zeigt.

Die Ausstellung wurde bis zum 16. Dezember verlängert. Galerie Sima, Hochstraße 33, 90429 Nürnberg. www.simagalerie.de

 

 

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