Kultur

Gernot Roll einer der namhaftesten deutschen Kameramänner. (Foto: dpa)

18.12.2014

Kameramann im Rampenlicht

Bayerischer Filmpreis: Gernot Roll erhält den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten

Für Horst Seehofer ist er "der Grandseigneur unter den deutschen Kameraleuten": Gernot Roll bekommt den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten bei der Gala zum Bayerischen Filmpreis am 16. Januar. In Seehofers Würdigung heißt es:  "60 Jahre kreatives Schaffen mit der Kamera haben über 80 herausragende Kino- und Fernsehproduktionen entstehen lassen. Dabei ist Gernot Roll nicht einem bestimmten Genre verhaftet. Seine große Kunst ist die Vielfalt der Themen, die er jeweils in exzellenter Manier in grandiose Bilder umzusetzen weiß."

Der 1939 in Dresden geborene Gernot Roll begann seine Filmkarriere 1953 mit einer Ausbildung zum Kameramann in den DEFA-Studios in Potsdam-Babelsberg, wo er zudem erste Erfahrungen als Kameraassistent sammeln konnte. 1960 siedelte Roll in die Bundesrepublik Deutschland über und begann ab 1961 für die Bavaria-Filmstudios in München zu arbeiten. Seitdem war Gernot Roll als lichtsetzender Kameramann für mehr als 120 Kinofilme, Fernsehfilme und Serien verantwortlich und zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des deutschen Films. Meisterwerke des deutschen Films wie die vielfach ausgezeichnete „Heimat“-Reihe des Regisseurs Edgar Reitz, für die Roll 1984 „Heimat – Eine deutsche Chronik“, 1992 „Die zweite Heimat – Chronik einer Jugend“ und zuletzt 2012 „Die andere Heimat“ fotografierte, zählen ebenso wie seine Bildgestaltung des deutschen Oscar-Gewinners „Nirgendwo in Afrika“ (2001) von Caroline Link zu seinem eindrucksvollen Oeuvre. Mit der für das Kino entstandenen Thomas-Mann-Adaption „Buddenbrooks“ (2007) und dem Fernseh-Dreiteiler „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ (2001), sowie seiner Mitarbeit an dem Fernsehmehrteiler „Die Buddenbrooks“ von 1979 erwies sich Roll als Spezialist für Literaturverfilmungen und Filmbiografien. Aber auch populäre Publikumsfilme wie die Komödie „Der bewegte Mann“ (1994), die Gesellschaftssatire „Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief“ (1997) und zahlreichen Episoden für die ARD-Erfolgsreihe „Tatort“ finden sich in dem vielfältigen Werk des international renommierten Kameramanns, der bis heute zusätzlich elf Regiearbeiten für Kino und Fernsehen inszeniert hat, wie z.B. den preisgekrönten Mehrteiler „Radetzkymarsch" (1994). (BSZ)

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