Kultur

2500 Mitwirkende ziehen durch Mindelheim und schlagne in der Stadt ihre Lager auf. (Foto: Seitz)

17.06.2015

Krieg und Vergnügen

Es ist wieder soweit: Während des Frundsbergfestes wird Mindelheim eine mittelalterliche Bühne

In Mindelheim kehrt das Mittelalter zurück. Beim Frundsbergfest vom 26. Juni bis 5. Juli spielen über 2500 Mitwirkende in detailgetreuen historischen Gewändern die Geschichte ihrer Stadt nach und erinnern an den Vater der Landsknechte und kaiserlichen Feldherrn, Georg von Frundsberg. Herzstück des Festes, das seit 160 Jahren alle drei Jahre stattfindet, sind die beiden großen historischen Festumzüge an den beiden Sonntagen, 28. Juni und 5. Juli.

Kaiser und Adel, Bürger und Kaufleute, Handwerker, Bauern und nicht zuletzt die wilden Landsknechtshaufen ziehen in die prachtvoll geschmückte Innenstadt ein. Von ihrer rauhen Seite zeigen sich die Landsknechte bei der spektakulären „Schlacht von Peutelstein 1511“ am Samstag, 27. Juni. Unterhalb der Mindelburg treffen dabei die Fähnlein aufeinander, um sich mit Kanonen, Langspießen und Schwertern im Kampf zu messen.

 

Mit mehr als 100.000 Besuchern aus nah und fern zählt das Frundsbergfest in Mindelheim zu den beliebtesten Historienfesten in Bayern. Es lebt vom Idealismus der Laiendarsteller, den unzähligen freiwilligen Helfern und Sponsoren.

Auch die Zerstreuungen der damaligen Zeit kommen beim Frundsbergfest nicht zu kurz. Der Adel amüsiert sich bei „Ein vergnüglich Abend bey Hofe“ mit Tanz, Musik und Poesie. Einen ernsten, aber auch komischen Blick auf das Leben in der Frundsbergzeit wirft das Spiel „Landsknecht, Tod und Teufel“. Für die feineren Zwischentöne des historischen Festes sorgen die vielen verschiedenen Konzerte und Messen, die ihre Zuhörer mit sorgsam ausgewählten Werken zeitgenössischer Komponisten in längst vergangene Klangwelten entführen. 

Es gibt nicht nur viel zu sehen und zu hören, sondern auch zu schmecken, zu riechen und anzufassen bei den Altstadtfesten an den Wochenenden. Handwerker stellen ihre Kunstfertigkeit zur Schau und Händler auf dem Mittelaltermarkt bieten ihre Waren feil. Akrobaten, Gaukler und Fahnenschwinger versetzen das Publikum in Staunen, in den Hinterhoftheatern treiben Possenreißer ihren Schabernack. Landsknechte feiern gemeinsam mit den Gästen bis tief in die Nacht in ihren Lagern. (BSZ)

 www.frundsbergfest.de

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 42 (2017)

Sollen Arbeitnehmer das Recht haben, auf eine 28-Stunden-Woche zu reduzieren?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 20. Oktober 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter IG-Metall Bayern

(JA)

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.