Kultur

Noch nie kamen so viele Menschen ins Lenbachhaus wie heuer: Über 400.000 werden es bis zum Jahresende sein. (Foto: dpa)

17.11.2015

Lenbachhaus boomt

In die Städtische Galerie kommen auch immer mehr Menschen, die nicht so viel verdienen

So viele Besucher wie nie zuvor kamen in diesem Jahr ins Lenbachhaus. Zwischen 400.000 und 420.000 Menschen werden das Museum bis zum Jahresende besucht haben, wie Direktor Matthias Mühling gestern sagte. "Das ist die höchste Zahl seit Gründung des Museums."

Ihn freue aber etwas anderes noch mehr:"Wir haben den Einkommensdurchschnitt unserer Besucher senken können", sagte Mühling und berief sich auf Besucherbefragungen. Ein niedrigeres Durchschnittseinkommen bedeutet für ihn, dass Schwellenängste abgebaut werden konnten. "Wir bemühen uns, dass möglichst alle Menschen zu uns kommen."

Auch künstlerisch sei das Jahr mit den beiden großen Ausstellungen zu den Künstlerfreundschaften zwischen August Macke und Franz Marc sowie Paul Klee und Wassily Kandinsky sehr erfolgreich gewesen. 

Für die Städtische Galerie sind diese Erfolge aber kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Das Haus hat für das kommende Jahr einiges geplant. Das Highlight 2016:Der Blaue Reiter, das Herz der Museumssammlung, wird vom Februar an neu präsentiert.

Außerdem: Nach einer Idee von Fotograf Wolfgang Tillmans präsentiert das Lenbachhaus den "Playback Room". Darin geht es nicht um Fotos, sondern um Musik. In einem eigens eingerichteten Raum gibt es Studiomusik zu hören, die nicht für Live-Auftritte gedacht war. "Es geht darum, dass man mit voller Konzentration komplizierte Musik hört", sagte Mühling. 

Außerdem zeigt das Museum 2016 die nach eigenen Angaben erste große Ausstellung über das Werk der Münchner Künstlerin Michaela Melián, die im kommenden Jahr ihren 60. Geburtstag feiert.

Und dann entsteht auch noch in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum eine Ausstellung zu Friedrich Wilhelm Murnau (1888 bis 1931), der mit Filmen wie "Nosferatu", "Der letzte Mann" oder "Tabu" zu einem der berühmtesten Filmemacher seiner Zeit wurde.(dpa)

 

 

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