Kultur

Martin Ullrich wird künftig die Geschicke des ARD-Musikwettbewerbs leiten. Natürlich bleibt er Präsiendet der Musikhochschule Nürnberg. (Foto: dpa)

23.09.2015

Neuer Stratege

Martin Ullrich wird neuer Leiter des renommierten ARD-Musikwettbewerbs

Es wurde ein bisserl spannend gemacht: Erst der Dank beim Schlusskonzert des renommierten ARD-Wettbewerbs im Münchner Herkulessaals an den scheidenden Wettbewerbsleiter Axel Linstädt aus Nürnberg und dem Interimschef Oswald Beaujean - aber mit den Namen des Neuen Leiters rückte man erst am nächsten Morgen raus: Prof. Dr. Martin Ullrich wird ab 1. Oktober den weltweit bedeutendsten und größten Musikwettbewerb leiten; seine Amtszeit beträgt erst einmal drei Jahre.

Martin Ullrich ist im Hauptberuf Präsident der Musikhochschule Nürnberg. Dann ist er auch noch  Vorsitzender der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen, Spezialist für „human-animal-studies“. Und er ist ein großer Schumann-Fan.

Warum er nun Leiter des ARD-Wettbewerbes wurde? Er selbst sieht das so: Entscheidend sei wohl sein Einsatz für die Zukunftsfähigkeit klassischer Musik, besonders bei jungen Leuten, die musikalische Nachwuchsförderung allgemein. Außerdem habe seine vielfältige Vernetzung und seine Affinität zur digitalen Welt überzeugt.

„Ein fertiges Konzept habe ich zwar noch nicht. Aber als team player will ich einen Organisationsentwicklungsprozess anregen“, sagt Ullrich. In Gesprächen mit BR-Intendant Ulrich Wilhelm, Hörfunkdirektor Martin Wagner und dem ARD-Hauptausschuss hat er schon einige Vorstellungen entwickelt, was er künftig für den Wettbewerb tun kann: „Ich will, dass er noch mehr Botschafter für klassische Musik, besonders bei jungen Menschen ist.“ Dabei denkt er an eine deutlichere Einbindung der anderen ARD-Sendeanstalten in den Wettbewerb. Es gelte auch die Jury-Besetzungen zu durchforsten.

Ullrich kann sich in München auf eine gut eingespielte Organisation stützen, wird besonders in den Vorbereitungsphasen und Wettbewerbszeiten (Semesterferien in Nürnberg) vor Ort sein und erhofft sich Aufschlüsse und Anregungen durch den „frischen Blick von außen“.

Er kann sich auch Synergieeffekte vorstellen: weniger für seine Nürnberger MHS als für die gesamte deutsche Musikhochschullandschaft. Jetzt ist ohnehin erstmal „stufenweises Vorgehen“ angesagt: für 2016 sind die wichtigsten Planungen sowieso  schon gelaufen, aber für 2017, da will Ullrich sein Konzept vorantreiben.(Uwe Mitsching)

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