Kultur

Heimsen den Oscar ein: Michael Cieslinski und Bernd Brauner von Arri sowie Reimar Lenz von der TU München. Foto: Arri

19.02.2010

Rettung durch den Superscanner

Der Münchner Filmspezialist Arri erhält seinen 16. technischen Oscar

Ob eine Filmrolle 400 bis 500 Jahre überdauert, kann man freilich noch nicht sagen. Aber eines ist schon heute sicher: Ihre „Lebensdauer“ hängt von der richtigen Lagerung ab. Das heißt: Am besten ist sie aufgehoben in einem Trockenkühlschrank, bei 0 Grad Celsius. Bereits die Brüder Lumière lagerten ihre Filme richtig, so dass nach mehr als 100 Jahren ihre Arbeiten noch in recht guter Qualität erhalten sind. Sicher ist sicher: Schon lange werden Kopien von Filmen angefertigt, nicht nur, um den gleichzeitigen Start in vielen Kinos zu ermöglichen, sondern auch aus archivalischen Gründen. Zunehmend ersetzen digitale Kopien die analogen Videokopien. Ein Prozess, der jetzt besondere Aufmerksamkeit durch eine Oscar-Verleihung erfährt: Am 20. Februar erhalten zwei Mitarbeiter des Münchner Filmspezialisten Arnold & Richter, kurz Arri, gemeinsam mit Reimar Lenz von der TU München einen Technik-Oscar – und zwar für „Arriscan“. Mit diesem Filmscanner werden von 16mm- oder 35mm-Filmen Bild für Bild analoge Signale in digitale umgewandelt: Es entstehen Bilder von einer mit anderen Verfahren bislang unerreichten Bildqualität. Herzstück von Arriscan ist ein lichtempfindlicher Sensor, der acht Bilder pro Sekunde abtastet; von diesen Scans werden dann in bestmöglicher Schärfe mit 2k-, 4k- und 6k-Auflösung digitale Bilder generiert. Arriscan gilt als bislang einziger Scanner, der die gesamte Datenflut, die ein Kameranegativ enthält, ohne Verlust an Bilddetails in relativ kurzer Zeit eins zu eins übertragen kann.

(Angelika Irgens-Defregger)

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