Kultur

Noch nicht einmal Mitte Dreißig ist Jakub Hrůša, der ab Herbst 2016 Chefam Pult der Bamberger Symphoniker sein wird. (Foto: dpa)

07.09.2015

Zauberhafte Bande

Jakub Hrůša wird ab Herbst 2016 neuer Chefdirigent der Bamberger Symphoniker

Der Neue, der vom Pult aus die Bamberger Symphoniker ab Herbst 2016 leiten wird, steht fest: Neuer Chefdirigent wird Jakub Hrůša. 

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Jakub Hrůša einen jungen und zugleich hoch profilierten Musiker für die Bayerische Staatsphilharmonie in Bamberg gewinnen konnten. Die Aufgabe des Chefdirigenten der Bamberger Symphoniker ist höchst anspruchsvoll, er steht wie kein anderer Musiker für die künstlerische Leistung dieses Ausnahme-Orchesters. Mit Blick auf die Geschichte der Bamberger Symphoniker, deren Musiker in der Nachkriegszeit von Prag nach Bamberg kamen, spannt der künftige Chefdirigent im 70. Jahr ihres Bestehens wieder eine Brücke zwischen ihrer Geschichte und ihrem Heute“, so Kultusminister Ludwig Spaenle, der Vorsitzende des Stiftungsrats, der heute gemeinsam mit Intendant Marcus Rudolf Axt den Nachfolger von Jonathan Nott vorstellt.

„Das Orchester hat sich“, so Intendant Marcus Rudolf Axt, „bewusst ausreichend Zeit gelassen, um in verantwortungsvoller Weise einen neuen Chefdirigenten zu finden, der die Ära Jonathan Nott auf konsequente und dabei doch eigene Weise fortsetzen kann. Im Verlauf dieses Prozesses haben wir uns in großem Einvernehmen auf Jakub Hrůša verständigt. Die fünf Konzerte, in denen er unser Orchester bisher leitete, haben eindrucksvoll gezeigt, dass er aus dem gemeinsamen Musizieren spontan außergewöhnliche Ereignisse gestalten kann. Von Anfang an fühlten wir uns mit ihm auf eine zauberhafte Art künstlerisch verbunden und freuen uns nun, gemeinsam mit ihm unsere besondere Klangtradition zu pflegen und progressive Ideen entwickeln zu können.“

"Schon bevor ich die Möglichkeit hatte, dieses Juwel unter den europäischen Orchestern zu dirigieren", sagte Jakub Hrůša bei seiner Vorstellung, "habe ich es über die Maßen bewundert. Es verkörpert Orchesterkultur im umfassendsten Sinne des Wortes. Da die Wurzeln des Orchesters in Prag liegen, atmen wir gewissermaßen die gleiche musikalische Luft, teilen den gleichen kulturellen Hintergrund und sind uns künstlerisch und historisch sehr nah. Mit den Bamberger Symphonikern kann jedes noch so kleine musikalische Detail zu einem Wunder werden, und jedes Konzert verwandelt den, der es hört. Außerdem ist das gesamte Team einfach phantastisch. Und ich liebe Bamberg. Ich wünsche mir, dass wir ganz wundervolle gemeinsame Jahre verbringen werden.“

Jakub Hrůša wurde 1981 im tschechischen Brno geboren und erhielt seine Ausbildung an der Prager Akademie der musischen Künste. Er ist Ständiger Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie, Erster Gastdirigent des Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und war von 2009 bis 2015 Chefdirigent des Prag Philharmonia. Regelmäßig dirigiert er viele der weltbesten Orchester wie beispielsweise das Leipziger Gewandhausorchester, das Cleveland Orchestra, das Londoner Philharmonia Orchestra oder das Orchestre Philharmonique de Radio France. Vor kurzem debütierte er beim Philadelphia Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic, den Wiener Symphonikern, dem DSO Berlin und dem Russischen Nationalorchester.

In der Saison 2015/2016 wird er erstmals am Pult des Concertgebouworkest Amsterdam und dem Orchester der Mailänder Scala stehen sowie Produktionen an der Wiener Staatsoper und der Oper Frankfurt dirigieren. Als Operndirigent ist er häufig zu Gast gewesen beim Glyndebourne Festival, wo er 2008 debütierte, sowie an den Opernhäusern von Paris, Helsinki, Kopenhagen und Prag.

Seine ersten Konzerte mit den Bamberger Symphonikern in dieser Saison finden statt vom 12. bis 15. November in Bayreuth, Schweinfurt und Bamberg, in denen er mit Werken von Suk, Schostakowitsch, Berlioz und Tüür zu erleben sein wird. (BSZ)

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