Landtag

23.07.2010

An die Erinnerungen erinnern

Bürgerkulturpreis: Anmeldefrist für Vereine und Initiativen noch bis zum 31. Juli

Ehre, wem Ehre gebührt: Dieser Losung wird jedes Jahr am 5. Dezember im Münchner Maximilianeum Rechnung getragen: An diesem Tag vergibt die Präsidentin des bayerischen Landtags Barbara Stamm (CSU) den mit insgesamt 26 000 Euro dotierten Bürgerkulturpreis; dieses Jahr zum elften Mal. Noch bis zum 31. Juli können sich ehrenamtlich Engagierte für die Auszeichnung bewerben, die in diesem Jahr unter dem Leitthema „Initiativen für eine Kultur des Erinnerns“ ausgeschrieben ist.


Länderübergreifende
Initiativen erwünscht


65 Jahre nach Kriegsende. 40 Jahre Ostverträge. 25 Jahre Perestroika. 20 Jahre Deutsche Einheit: Viele Ereignisse jähren sich 2010 und lösen Erinnerungen im kollektiven Gedächtnis aus. Auch deshalb hat die Jury unter dem Vorsitz Stamms mit großer Mehrheit ein gelungenes Motto gewählt. Mit dem diesjährigen Preis sollen nämlich ehrenamtliche Initiativen ausgezeichnet werden, „die themen- und generationsübergreifend die Erinnerung an prägende und einschneidende Ereignisse wach halten und Signale für die Gegenwart und Zukunft geben“, heißt es aus dem Landtag.
Gemeint sind selbstredend allgemein bekannte Themen wie Krieg, Verfolgung, Flucht, Vertreibung, Holocaust, soziale und Bürgerrechtsbewegungen nach 1945, die Teilung Europas, deutsche Einheit und europäische Integration. Im selben Kontext sind aber auch kleine lokalgeschichtliche Ereignisse von Interesse. Neben generationsübergreifenden Aktivitäten sollen vor allem Jugendliche angesprochen werden. „Nur wenn ich weiß, woher ich komme, weiß ich, wer ich bin“, bringt Stamm die Intention der Preisverleihung auf den Punkt.
Deshalb sollen sich junge Leute mit der eigenen Geschichte und der ihres Umfelds auseinandersetzen. Denkbar wäre eine länderübergreifende Initiative. Ein Beispiel für viele mögliche: „Junge Menschen im bayerischen und tschechischen Grenzraum arbeiten gemeinsam Flucht, Vertreibung, Kalten Krieg und Grenzöffnung auf“, heißt es aus dem Maximilianeum.
Eine der Voraussetzungen für die Teilnahme am Bürgerkulturpreis ist, dass die Projekte seit mindestens einem Jahr existieren. Zudem ist der Preis zweckgebunden. Das heißt, die Gewinner in spe müssen das Preisgeld in ihre Initiative reinvestieren, um deren Fortbestehen und Weiterentwicklung zu gewährleisten. Die Gesamtsumme von   26 000 Euro kann wiederum auf mehrere Preisträger verteilt werden. Dies ist in den vergangenen Jahren auch so praktiziert worden.


Voraussetzungen für
Bewerbung beachten


Es gibt zwei Wege zur Bewerbung: Entweder melden sich die ehrenamtlichen Initiativen selber an oder sie werden von Dritten vorgeschlagen. In beiden Fällen müssen bei der Einreichung bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden: Neben einer ausführlichen, gegebenenfalls bebilderten Beschreibung des jeweiligen Projekts ist auch eine kurz gefasste Darstellung einzureichen. Letztere soll auf maximal zwei kopierfähigen Seiten „präzise Erläuterungen zu Ergebnis und Charakteristika“ des Projekts enthalten. Gegebenenfalls verlangt der Beirat noch ergänzendes Material oder veranlasst eine Vor-Ort-Evaluation.
Außerdem sind die Kontaktdaten des Bewerbers (Name, Firma respektive Institution, Adresse, Telefonnummer etc.) einzureichen. Gibt es eine vorschlagende Person, müssen auch deren Kontaktdaten angegeben werden.
(Alexandra Kournioti)
Bewerbungen an: Bayerischer Landtag, 81627 München, Stichwort Bürgerkulturpreis. Weitere Informationen gibt es unter www.bayern.landtag.de

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