Landtag

„Kreativität, Begeisterung und Tatendrang“: Die diesjährigen Gewinner bei der Preisverleihung im Maximilianeum. (Foto: Bildarchiv Bayer. Landtag/Rolf Poss)

06.12.2013

Die Welt ein kleines bisschen besser machen

Bürgerkulturpreis: Seit 14 Jahren würdigt und fördert der Landtag ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen im Freistaat

Der Bürgerkulturpreis belohnt seit 2000 soziales Engagement in Bayern. Jährlich werden junge Menschen für ihre außergewöhnlichen Ideen prämiert – in diesem Jahr mit insgesamt 30 000 Euro. Damit sollen Kreativität und neue Wege im Ehrenamt gefördert werden. Der Gewinner 2013 ist der 15-Jährige Felix Finkbeiner aus Weilheim.

Der 14. Wettbewerb um den mit insgesamt 30 000 Euro dotierten Bürgerkulturpreis des Maximilianeums stand unter dem Leitthema „Unsere (Um)Welt von morgen – Junge Köpfe zeigen, wie´s geht“. Mit dem Preis ausgezeichnet werden jedes Jahr zum Tag des Ehrenamts junge Menschen, die sich in bemerkenswerter Weise in ihrer Freizeit mit einem bestimmten Thema auseinandersetzen und außergewöhnliche Initiativen ergreifen. Der Preis soll ein Anreiz sein, kreative Ideen zu fördern und neue Wege im Ehrenamt zu beschreiten.

In diesem Jahr wählte die Jury, bestehend aus Vertretern des Landtags, Gemeindetags, Städtetags und der Landtagspresse unter Vorsitz von Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU), dabei unter 29 Teilnehmern das Projekt „Plant for the Planet“ von Felix Finkbeiner aus Weilheim auf den ersten Platz. Sein Engagement gegen den Klimawandel wurde mit 6000 Euro belohnt.

Den zweiten Preis teilen sich die Junior Ranger aus dem Nationalpark Bayerischer Wald und das Traumtheater „In Deiner Hand“ in Neuburg an der Donau mit jeweils 5000 Euro. Mit dritten Preisen würdigte der Landtag Bachpatenschaften der Emerenz-Meier-Mittelschule Waldkirchen und der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in Untergriesbach. Beide können sich über ein Preisgeld von 4000 Euro freuen. Sonderpreise in Höhe von jeweils 2500 Euro erhielten die Schülerfirma Fresh & Fruits des Gymnasiums Veitshöchheim und der Förderverein für offene Jugendarbeit Zwiesel. Mit Förderpreisen wurde der Erfindergeist von drei Jugendlichen aus Oberfranken prämiert: Frank Wittmann und Matthias Herzog aus Marktgraitz für ihre „Intelligente Straße“ sowie Pia Wittmann für ihr Projekt „Load to go“. Sie erhalten insgesamt 1000 Euro, um ihr Vorhaben weiter voranzutreiben.

„Wer glaubt, dass allein die Erwachsenen über die Zukunft unserer Erde entscheiden, irrt“, erklärt Stamm. Die vielen eingegangenen Bewerbungen bewiesen, dass junge Menschen großes Interesse und Engagement aufbrächten, wenn es um das soziale Zusammenleben in unserer Gesellschaft gehe. „Ohne die Kreativität, die Begeisterung und den Tatendrang dieser jungen Menschen kann unsere Gesellschaft, die vom Miteinander aller Generationen abhängt, nicht überleben.“

Die Idee zur Verleihung des Bürgerkulturpreises hatte die CSU. Die Abgeordneten Eberhard Sinner, Franz Brosch, Christian Meißner, Herbert Mirbeth und Konrad Kobler stellten 1999 einen Antrag, vorbildliche Leistungen auf dem Gebiet der Sozial- und Bürgerkultur zu belohnen. Träger des Preises und der zweckgebundenen Preisgelder sollten Kommunen, Organisationen, Initiativen oder Einzelpersonen sein. „Aufgabe des Landtags als gewähltes Organ des gesamten Volkes ist es, für eine neue Sozial- und Bürgerkultur die notwendigen Freiräume zu schaffen“, hieß es damals in der Begründung. Damit solle ein Wettbewerb der Kreativität und Innovation gefördert werden. Als Vorbild standen die Bertelsmannn-Stiftung mit ihrem Wettbewerb „Bürgerfreundliche Kommune“ und andere Projekte zur Freiwilligenarbeit in Finnland, Österreich und der Schweiz Pate.

Für den Preis bewerben können sich beim Landtag unter dem Stichwort „Bürgerkulturpreis“ alle Verbände, Vereinigungen, Selbsthilfeeinrichtungen und natürlich Jugendliche, deren eigenständige Aktivitäten weit über den üblichen Schwerpunkt der bewährten Verbands- oder Vereinsarbeit hinausgehen. (David Lohmann)

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