Landtag

Sie soll dem neuen Konzertsaal weichen: Die Kultfabrik auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände am Ostbahnhof in München. (Foto: dpa)

10.12.2015

Gereizte CSU

Die Fraktion will beim Bau des neuen Konzertsaals mitentscheiden

Nach dem Zwist um die dritte Startbahn des Münchner Flughafens steht dem Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU)neuer Ärger mit der CSU-Landtagsfraktion ins Haus. Anlass ist das Votum des Kabinetts für den Bau eines neuen Weltspitzen-Konzertsaals für klassische Musik am Münchner Ostbahnhof.

Das sei mit der CSU-Fraktion vorher nicht besprochen worden, obwohl genug Zeit gewesen wäre, monierte der Hochschul- und Kulturpolitiker Oliver Jörg. Die Fraktion werde das nach der Weihnachtspause diskutieren: "Die Staatsregierung läuft das Risiko, dass wir zu einer anderen Auffassung kommen."

Goppel: "Für dem Musikstandort München entwicklungshemmend"

Das Kabinett hatte sich diese Woche für einen von zwei favorisierten Standorten in der Landeshauptstadt entschieden, die Entscheidung soll "unumkehrbar" sein. Seehofer will im ersten Quartal 2016 alle Verantwortlichen zusammenrufen, um die Baupläne zu beschleunigen. Doch dem Kulturpolitiker Jörg ist das Vorgehen der Staatsregierung zu schnell.

Auch der CSU-Abgeordnete Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrates, ist unzufrieden. Der ehemalige Kunstminister hält die Entscheidung "für den Musikstandort München entwicklungshemmend" und verwies darauf, dass das Terrain zu knapp für den nötigen Ausbau der Musikhochschule in unmittelbarer Nähe zum neuen Konzertsaal ist und im Verbund mit der städteplanerischen Umgebung internationale Maßstäbe an einen Spitzenkonzertsaal nicht erfüllen kann. (dpa/BSZ)

 

 

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