Landtag

Die Gäste hatten Glück mit dem Wetter: Es war zwar recht kühl, blieb aber trocken. (Foto: Poss)

20.07.2012

"Helden" auf Schloss Schleißheim

2000 Gäste erlebten einen stimmungsvollen Abend beim Sommerempfang der Landtagspräsidentin. Auch 200 Pflegekräfte waren eingeladen - Barbara Stamm begrüßte sie als "Helden des Alltag"

Wenn vom traditionellen Sommerfest der Landtagspräsidentin in Schloss Schleißheim die Rede ist, stehen zwei Fragen im Mittelpunkt: Die nach dem Wetter (schon immer) und die nach dem Dress-Code (seit vergangenem Jahr). Das Wetter also war in diesem Jahr frühherbstlich kühl, aber trocken, nachdem es in der Vergangenheit schon zwischen brütend heiß bis tief in die Nacht und Unwetter mit Sturm und Hagel changierte. Und in Sachen Kleidung erschien Regierungschef Horst Seehofer wieder gebührlich mit ordentlich gebundener Krawatte, nachdem er im Vorjahr mit lässig offenem Hemdkragen für Furore und reichlich Gesprächsstoff gesorgt hatte.
Zur Sicherheit hatte der Ministerrat nur Stunden zuvor einstimmig „Krawattenpflicht für Schleißheim“ beschlossen – mit 24-stündiger „Bindewirkung“.
Gastgeberin Barbara Stamm (CSU) rückte zunächst die besonderen Gäste des diesjährigen Empfangs ins Zentrum der Veranstaltung. Für sie unterbrach sie sogar das traditionelle Defilee der 2000 übrigen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft aus dem gesamten Freistaat.
Etwa 200 Pflegekräfte sowie Pflegeschülerinnen und Pflegeschüler aus ganz Bayern begrüßte sie als „Helden des Alltags“, weil sie viel mehr leisteten als nur ihre Pflicht. Deren Arbeit erfahre noch immer nicht die Wertschätzung, die sie verdiene. „Ihre Arbeitsbedingungen, ihre Aus- und Fortbildung, ihre Entlohnung – das sind Nagelproben, an denen sich unsere Gesellschaft messen lassen muss“, legte Stamm durchaus kritisch die Finger in offene Wunden.
Anschließend wandte sie sich an die eingeladenen ehrenamtlichen Kräfte. „Ohne sie wäre unsere Heimat ein Stück ärmer“, würdigte Stamm deren Wirken.
Im weiteren Verlauf erfüllte das Sommerfest seine tradierten Zwecke. Die Landsmannschaften Bayerns rückten kulinarisch mit Spezialitäten aus allen sieben Regierungsbezirken zusammen, Politiker, VIPs und Volk standen partei- und interessenübergreifend zum Gespräch beisammen.
Nicht zu vergessen: Der Abend diente auch einem guten Zweck. 4000 Lose zu jeweils zehn Euro brachten die fleißigen und – wenn es denn sein musste – auch nachdrücklichen Helfer für die von Sponsoren bestückte Tombola an den Mann und an die Frau. Der Erlös geht einmal mehr auch in diesem Jahr an die Aktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks zugunsten von Kindern in Not. (Jürgen Umlauft)

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