Leben in Bayern

In nur zwei Tagen wurde das Video mehr als 50 000 Mal angeklickt - dabei wohnen in dem Ort gerade einmal 340 Leute. (Screenshot: BSZ)

20.03.2017

Freiwillige Feuerwehr Heßlar landet Internet-Hit

Eigentlich war es nur ein Spaß für die Faschingsfeier. Doch nun wird das Video im Internet zum Hit - und macht mit viel Humor Werbung für den Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Mit Rutscheauto und Trompete zum Rettungseinsatz: Mit einem witzigen Werbevideo hat die Freiwillige Feuerwehr des unterfränkischen Örtchens Heßlar einen Internet-Hit gelandet. In nur zwei Tagen wurde der Beitrag mehr als 50 000 Mal angeklickt. Dabei wohnen in dem Ort gerade einmal 340 Leute. «Dieser Erfolg ist für uns selbst ein Phänomen. Wir sind sehr überrascht davon, dass das so schnell so hoch gegangen ist. Wir scheinen da einen Nerv getroffen zu haben», sagte Feuerwehrvorstand Bernd Treutlein am Montag in Heßlar (Landkreis Main-Spessart).

In dem etwa drei Minuten langen Film werden drei Feuerwehrleute von der Sirene aus ihrem Alltag gerissen, um so fix wie möglich zum Einsatzort zu kommen. Da lässt der Papa das Töchterchen auf der Schaukel baumeln, der Schneeschippende auf dem Fußballplatz wirft die Schaufel in die Luft und auch der Toilettengang wird hastig unterbrochen.

Schmissige Musik und übertriebene Slapstick-Mimik

Die Fahrt zum Brandort wird im Mini-Auto und auf einem brandroten Rutscheauto mit Trompeten und Posaunen inszeniert. Schmissige Musik und übertriebene Slapstick-Mimik machen das Video zu einem witzigen Hingucker.

Eigentlich hatten die jungen Kameraden den humorvollen Einspieler für ihre Faschingsfeier gedreht und ihn erst später auf Facebook online gestellt, um damit Werbung für ihr Feuerwehrfest im Mai zu machen und Sponsoren anzulocken. «Da haben wir jetzt wohl eine deutlich bessere Ausgangsposition», sagte Treutlein dazu.

Denn der Film verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Und die Tendenz ist nach einem Bericht in der «Main-Post» stetig steigend. Die Freiwillige Feuerwehr Heßlar hat übrigens 54 aktive Feuerwehrleute, darunter zehn Frauen. Und die müssen etwa zwei- bis dreimal im Jahr zu echten Einsätzen ausrücken. (dpa)

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