Leben in Bayern

Justitia: Am 7. Mai findet in München eine Kundgebung „für eine unabhängige Justiz“ statt. (Foto: dpa)

30.04.2015

Vom Hinterzimmer zum Marienplatz

In München haben sich Justizopfer organisiert – jetzt wollen sie öffentlichkeitswirksam für Gerechtigkeit kämpfen

Es war nicht zuletzt der Fall Gustl Mollath, der sie ermutigt hat. Ermutigt dazu, sich zusammenzutun und gemeinsam zu kämpfen. Einmal im Monat treffen sich Menschen, die sich von Justiz, Politik und Versicherern betrogen fühlen, im Hinterzimmer eines Gasthauses in München-Ramersdorf. Um sich gegenseitig Mut zuzusprechen und um Gerechtigkeit zu fordern. Seit August 2014 gibt es in München den Verein Justiz-Opfer. Innerhalb des ersten Monats traten 60 Menschen ein. Und ständig kommen neue hinzu. Aktuell hat er bereits mehr als 100 Mitglieder. „Jede Woche erhalte ich drei bis fünf neue Zuschriften“, sagt Christoph Klein, Initiator und Vorstandvorsitzender des Vereins. „Es sind Schilderungen, die mir das Herz zerreißen.“
An diesem Abend sind etwa 30 Mitglieder nach Ramersdorf gekommen. Und wenn sie von ihrem Schicksal erzählen, schwirrt einem der Kopf. Zum einen, weil Detail an Detail aneinandergereiht wird, die einen Außenstehenden schnell überfordern. Zum anderen aber auch, weil es so unglaublich klingt, was diese Menschen erzählen. Meist liegt ein jahrelanger, wenn nicht jahrzehntelanger Kampf vor Gericht hinter ihnen. Ein Kampf, der manche resignieren lässt. Aus anderen dagegen sprüht die Wut darüber „als Spielball einem System ausgeliefert zu sein“, das in ihren Augen in Teilen voreingenommen ist, wenn nicht gar korrupt.

Eine Teilhabe am Leben ist gar nicht mehr möglich

Geschildert werden an diesem Abend Tragödien wie die von Eva-Maria Adrian, die vor knapp 20 Jahren einen unverschuldeten Autounfall hatte. Noch heute leidet die 63-Jährige an den Folgen, hat so große Schmerzen, dass sie nicht arbeiten kann. Doch Gutachter behaupten: Die Schmerzen von heute hätten mit dem Unfall nichts mehr zu tun. Die Folge: Sie blieb auf dem Großteil der Ausgaben, die aufgrund des Unfalls auf sie zukamen, sitzen. Heute lebt sie von Hartz IV. „Ich bin meiner Gesundheit, ja meines Lebens beraubt“, klagt Adrian. „Denn eine Teilhabe ist unter diesen gesundheitlichen und auch finanziellen Bedingungen gar nicht mehr möglich.“
Auf die Expertise von Gutachtern gibt auch Vorstandsmitglied Thomas Repp nicht mehr viel. Er ist sich sicher: Einige Gutachter seien schlicht gekauft. Es war der 13. März 1995, als die Berufsgenossenschaft den heute 56-Jährigen gesund und voll arbeitsfähig schrieb. Zu diesem Zeitpunkt lag er nach Spätfolgen eines Verkehrsunfalls im Koma. „Sich aufzuraffen und weiterzukämpfen“, fällt ihm heute schwer. Ohne Schmerzmittel geht gar nichts. „Aber es kämpft ja niemand anderes für mich“, sagt Repp. „Dabei kann es jeden treffen.“
Den Opfern eine Stimme geben, auch das ist ein Ziel des Vereins. Und da die Zuhörerschaft im Hinterzimmer der Gaststätte begrenzt ist, veranstaltet Repp gemeinsam mit Ehrenmitglied Horst Glanzer am 7. Mai auf dem Münchner Marienplatz eine große Kundgebung. Glanzer ist der Mann, ohne den es den Verein wohl nie gegeben hätte. Der ehemalige Polizist kämpft seit fast 12 Jahren gegen die Justiz. Auch er ist schwerkrank – und hoch verschuldet. Aus Sicht des Niederbayern, weil zwei Versicherer viel zu spät die Kostenübernahme der Behandlung einer Spezialklinik in der Schweiz bewilligt haben.
Aber nicht nur Geschädigte werden am 7. Mai von 10 Uhr bis 22 Uhr auf der Veranstaltung zu Wort kommen. Auch Prominenz hat sich angekündigt. Die ehemalige FDP-Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will am Nachmittag sprechen, ebenso der frühere CDU-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm. Aus dem Landtag hat Katharina Schulze, Vize-Vorsitzende der Grünen, zugesagt. „Der Verein leistet einen wichtigen Beitrag, Menschen zu helfen, die durch das Raster unserer Rechtsstaats fallen und Opfer von eklatanten Lücken unseres Justizsystems geworden sind“, sagt Schulze. „Dieses Engagement ist mutig, denn leider haben diese Menschen eben keine starke Lobby hinter sich, die ihnen den Rücken stärkt.“ Sie unterstützt  die Forderung des Vereins, einen eigenen Fonds zu gründen, um Opfer auch dann angemessen zu entschädigen, wenn sie durch das derzeitige Raster fallen. „Denn bislang kann vielen Härtefällen nicht geholfen werden.“ Ebenfalls auf Repps und Glanzers Liste stehen der Münchner Rechtsanwalt Andreas Geipel, der Justizopfer vor Gericht unterstützt, und Gudrun Rödel, Betreuerin von Ulvi Kulac, der – vom Vorwurf des Mordes an der vermissten Peggy Knobloch freigesprochen – endlich bald aus der Psychiatrie entlassen werden soll.
„Es war nie mein Interesse in die Öffentlichkeit zu gehen“, sagt Thomas Repp. Und auch vielen anderen dürfte der Schritt auf das Podium nächste Woche nicht leichtfallen. „Doch wir wollen  den Leuten Mut machen, sich zu wehren“, so Repp. Keineswegs ginge es darum, die gesamte Justiz an den Pranger zu stellen, betont er. „Aber die schwarzen Schafe.“ Und von denen scheint es einige zu geben, stimmt auch nur ein Bruchteil der Geschichten der Mitglieder des Justiz-Opfer-Vereins. (Angelika Kahl)

Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich hieß es im Text, dass Ulvi Kulac vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs an der vermissten Peggy Knobloch freigesprochen wurde - das ist nicht richtig und wurde entsprechend geändert. Wir bedauern diesen Fehler.

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (20)

  1. behoerdenstress am 30.04.2015
    Jeder der kann soll am 07.05.2015 nach München kommen, denn dort wird bewiesen, das Justiz-Opfer keine Einzelfälle sind und das jeder der nächste sein kann! Die Aufklärungsarbeit des Justiz-Opfer e.V. ist wichtig, um der Allgemeinheit die Augen zu öffnen! Auch Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst bleiben nicht verschont, den wer nicht funktioniert wird eliminiert! Bei den Staats-Bediensteten wird immer mehr die 5er Regel angewendet: 1. Disziplinieren, 2. Kriminalisieren 3. Psychiatrisieren 4. Eliminieren 5. Ruinieren! Nur wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter! Es handelt sich dabei nicht um Einzelfälle wie man auf der Internetseite behoerdenstress nachlesen kann!
  2. Hörteis sen. am 30.04.2015
    Betr. Vom Hinterzimmer zum Marienplatz

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Wären sie bitte so freundlich, mir darzulegen, auf welche Weise diese absurde Behauptung
    in diesen Artikel kommt?
    Hier steht im vorletzten Absatz ganz unten geschrieben: "...und Gudrun Rödel, Betreuerin von Ulvi Kulac, der – vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs an der vermissten Peggy Knobloch freigesprochen – endlich bald aus der Psychiatrie entlassen werden soll."

    Herr Kulac wurde vom Mordvorwurf freigesprochen.
    Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs an Peggy Knobloch und anderen Kindern blieb davon völlig unberührt.

    Wäre anständig von Ihnen, wenn Sie mir eine Antwort geben würden und eine Berichtigung veröffentlichen könnten.

    Diese Behauptung zeichnet durchaus ein falsches Bild in der Öffentlichkeit und ist geeignet, unwissende Menschen zu manipulieren.
  3. Gudrun Rödel am 30.04.2015
    zum o.g. Beitrag darf nicht unerwähnt bleiben, dass der Schreiber kein Unbekannter selbst bei Gericht ist, der feige und hinterrücks seit Jahren im Internet in Foren den geistig behinderten Menschen durch Diffamierungen auf die Stufe eines Kinderschänders zu stellen versucht. Wäre dem so, würde dieser keinesfalls in Kürze in eine offene Einrichtung entlassen. Rechtsanwalt Thomas Saschenbrecker ist beauftragt, zur Rehabilitation von Ulvi Kulac in Sachen "Missbrauch" von Kindern einen Wiederaufnahmeantrag zu stellen.
  4. Radovin Zips am 30.04.2015
    Frau Rödel wertet den Freispruch wegen Mordes an Peggy in der Öffentlichkeit als Freispruch von allem. Heraus kommen dann solche Parolen wie "Trotz Freispruch nicht frei". Und auch hier wieder nur die halbe Wahrheit, denn U.K. wird nicht wegen erwiesener Unschuld entlassen, bzw. Freispruchs. Es geht dabei nur um die Verhältnismäßigkeit nach 13 Jahren Psychatrie, wobei K. auch einem Bewährungshelfer unterstellt wird. Geistige Behinderung ist auch kein Allheilmittel, denn sonst müßten der Logik von Frau Rödel folgend, alle geistig behinderten Menschen auf dem Stand eines 8jährigen stehenbleiben und wären niemals in Straftaten verwickelt. Der Unterschied zwischen geistiger Behinderung und geistig zurückgeblieben wird in diesem Fall einfach nicht mehr gemacht.
  5. Susi susanne Schardt am 30.04.2015
    Der Bericht ist grossartig und trifft es genau. Seit fünf Jahren kämpfe ich für meinen kranken Mann der durch einen unverschuldeten Unfall ein Schädel-Hirn-Tauma erlitt .Der Satz im Bericht. Eine Teilhabe am Leben ist garnicht mehr möglich,lässt mich in Tränen ausbrechen.Mein Mann kann seinen Alltag nicht alleine bewältigen,ist von der LVA komplett Erwerbsunfähig geschrieben.Weder seine Berufsunfähigkeit noch die Haftpflichtversicherung und private Unfallversicherung zahlen,drei Klageverfahren siebzehn Gutachten,die Unseriösen Gutachten aufklären ,Schriftsätze von den gegnerischen Anwälten aufklären das kostet Kraft.Am schlimmsten finde ich das ich zusehen musste wie mein Mann von einigen Gutachtern ernidriegt wurde,Menschenunwürdig begutachtet wurde.Mit entzetzen musste man feststellen das in den zu beanstandenden Gutachten Tatsachen verfälscht und weggelassen wurden.Wenn diese Vorgehensweise vom Anwalt bei Gericht vorgetragen wird, bleibt dieses bisher ohne Resonanz. Warum schützt uns die Justiz nicht vor dieser Vorgehensweise und vor diesen Gutachten.Das Leben des kranken Menschen sowie der Familienangehörigen wird zerstört.Die Würde des Menschen ist Unantastbar,für mich klingt das wie Hohn wenn man gegen die Mächtigen Versicherungen kämpft. Ich wünsche allen für den 7. Mai viel Kraft,bedanke mich bei allen die viel Arbeit trotz schwerer Erkrankung auf sich genommen haben, den Mut haben das Unrecht aufzuzeigen.Dankeschön das es euch alle gibt,denn durch euch bekomme ich immer wieder Kraft weiterzumachen und für meinen Mann diesen Kampf zu bestreiten. Viel Erfolg das die Zuständigen Stellen nicht wegschauen werden und tätig werden.
  6. Hörteis sen. am 01.05.2015
    In Erwiderung auf den Eintrag von Frau Rödel.
    Sie schrieb: "der feige und hinterrücks seit Jahren im Internet in Foren den geistig behinderten Menschen durch Diffamierungen auf die Stufe eines Kinderschänders zu stellen versucht."

    Hierzu stelle ich fest, dass ich nicht versuche, U.K. "auf die Stufe eines Kinderschänders " zu stellen.
    Sondern, dies wurde klipp und klar, schwarz auf weiß, von einem Gericht festgestellt und in einem Urteil festgehalten.
  7. Christoph Klein am 01.05.2015
    Sehr geehrter Herr Hörteis oder wie immer Sie heißen,

    würden Sie es - neben den anderen unbekannten Personen hier - bitte unterlassen, hier Frau Gudrun Rödel und Herrn Ulvi Kulac ständig zu verunglimpfen sowie entwürdigende Behauptungen in den Raum zu stellen, die ganz offenkundig den Eindruck erwecken sollen, es handelt sich bei Ulvi Kulac um einen "Kinderschänder", um die beiden Personen hierdurch in Misskredit zu bringen. Ihre offenkundigen Versuche, durch weglassen von wichtigen Informationen die Situation in einem ganz anderen Licht darzustellen, fallen für Menschen auf, die sich intensiver mit diesem Fall beschäftigt haben. Es mag sein, dass das Gericht Ulvi Kulac auf die Stufe eines Kinderschänders gestellt haben mag, ebenso Gutachter, jedoch hat Gericht nachweislich ein Fehlurteil gefällt, das "einkassiert" wurde und somit zum Freispruch vom Tatvorwurf eines Mordes mit einer bis zum heutigen Tag fehlenden "Leiche" des Kindes führte. Insofern wäre ich an Ihrer Stelle sehr vorsichtig, überhaupt aus einem Fehlurteil irgendwelche Ausführungen zu übernehmen. Es ist schon sehr mutig, Ausführungen aus einem nachgewiesenen Fehlurteil zu übernehmen. Richtig ist nach mir vorliegenden Informationen, dass Ulvi Kulac, der zum Tatzeitpunkt geistig behindert war und nach wie vor ist und zum damaligen Zeitpunkt die geistige Reife eines pubertierenden 12-jährigen Buben hatte, mehrmals vor spielenden Kindern seine Hose heruntergelassen hatte, jedoch die Kinder nicht schändete bzw. diese anfasste, was einen gewaltigen Unterschied meines Erachtens darstellt. Es handelte sich gewissermaßen um eine sexuelle Nötigung, jedoch keine Schändung. Der Tatbestand, dass die Hosen heruntergelassen wurden, wird jedoch nicht bestritten. Insofern zielen Ihre Ausführungen eindeutig darauf ab, Herrn Kulac und seine Helfer zu verunglimpfen und in die Ecke von perversen Kinderschändern zu stellen, was m. E. den Tabestand einer Verleumdung und schweren Nötigung darstellt und strafbar ist. Ich bitte Sie dementsprechend, derartige unbewiesene Unterstellungen im Internet zukünftig zu unterlassen, da Sie durch Ihre Behauptungen auch offenkundig unseren Verein schädigen und in Misskredit bringen wollen. Mit freundlichen Grüßen, Christoph Klein, Vorstandsvorsitzender des Verein Justiz-Opfer e.V.
  8. Timi am 01.05.2015
    Hallo Christoph Klein,
    schön, wenn Sie so klar Partei ergreifen können.
    Dass aber eben von Seiten der BI auch das "weglassen von wichtigen Informationen die Situation in einem ganz anderen Licht darzustellen" betrieben wird, nehmen Sie nicht wahr.
    ++++++++++++++++++
    Richtig ist nach mir vorliegenden Informationen, dass Ulvi Kulac, der zum Tatzeitpunkt geistig behindert war und nach wie vor ist und zum damaligen Zeitpunkt die geistige Reife eines pubertierenden 12-jährigen Buben hatte, mehrmals vor spielenden Kindern seine Hose heruntergelassen hatte, jedoch die Kinder nicht schändete bzw. diese anfasste, was einen gewaltigen Unterschied meines Erachtens darstellt.
    ++++++++++++++++++
    Das ist genau so eine falsche Information. Es gab sehr wohl Fälle von gegenseitigem Anfassen, Bedrohungen und Gewalt.
    Man sollte immer alle Informationen und alle Seiten anschauen.

    Das Wiederaufnahmeverfahren bezog sich ausschließlich auf den Mordvorwurf, ebenso der erfolgte Freispruch. Die Vorwürfe der Sexuellen Missbräuche blieben davon unangetastet.
    Mit freundlichen Grüßen
    Tim
  9. Christoph Klein am 01.05.2015
    Hallo Herr Tim,

    schön, dass Sie eine derartige Kontra-Argumentation aufbauen, denn wir leben ja in einer Demokratie, wo jeder etwas in den Raum stellen kann, egal ob es stimmt oder nicht. Wenn Sie richtig gelesen hätten, was Frau Gudrun Rödel weiter oben als Leserbrief geschrieben hat, wüssten Sie, dass "Rechtsanwalt Thomas Saschenbrecker damit beauftragt ist, zur Rehabilitation von Ulvi Kulac in Sachen "Missbrauch" von Kindern einen Wiederaufnahmeantrag zu stellen." Sollten wir nicht besser abwarten, was die Richter mit rechtskräftigem Urteil dann feststellen, als eine Vorabverurteilung vorzunehmen? Wäre dies nicht fair und eines Rechtsstaates richtig würdig, anstatt wilde Spekulationen in den Raum zu führen, die offenkundig ganz gezielt Stimmung bzw. Meinung machen sollen? Was wäre, wenn man Ihnen derartige, öffentliche Vorwürfe machen würde, die möglicherweise dazu führen könnten, dass Sie Ihre Arbeit verlieren und Ihre Familie daran zerbricht, obwohl Sie sich unschuldig fühlen? Ich würde sagen, ziemlich unfair.
  10. Radovin Zips am 01.05.2015
    Herr Klein wird uns sicher gut erklären können, warum U.K. für einige Jahre nach seiner Entlassung aus der Psychatrie einen Bewährungshelfer zur Seite gestellt bekommt. Welche Aufgabe sollte der denn haben, wenn U.K. so unschuldig ist, wie immer wieder dargestellt? Oder bekommen geistig behinderte Menschen, deren Alter inzwischen von 12 auf 8 geschrumpft ist, sowas automatisch zugewiesen?
  11. Lukasheinrich am 01.05.2015
    Hallo Herr Klein

    Sie reden von Opfern?
    Wenn aber die Opfer ihre Medikamente nicht vergessen dürfen, stellt sich mir die Frage, ob hier nicht Leute, die sich als Opfer fühlen, auf die gleiche Stufe gestellt werden mit wirklichen Opfern.
    Das dann noch eine staatliche Zeitung sich solcher Vereine annimmt ist auf der einen Seite traurig, weil nicht recheriert wurde, ob es sich um tatsächliche Opfer handelt, oder geistig kranke Menschen.
    Einige Mitglieder ihres Vereines scheinen klar unter Verfolgungswahn zu leiden.
    MfG ein wirkliches Opfer
  12. Timi am 01.05.2015
    Hallo Herr Klein,
    +++++++++++
    schön, dass Sie eine derartige Kontra-Argumentation aufbauen
    ++++++++++
    Es geht überhaupt nicht um eine Kontra-Argumentation. Es ging um eine Richtigstellung. Bezüglich einer Aussage, die Sie selbst hier getroffen haben.
    Was Frau Rödel weiter oben geschrieben hatte habe ich in keiner Weise angesprochen.

    Hinsichtlich der Sexuellen Missbräuche gibt es eine gerichtliche Feststellung und mehrere damalige Zeugenaussagen, auf denen diese Feststellungen beruhen. Insofern ist das, was ich schreibe keine Vorverurteilung.
    Eher erteilen Sie vorschnell einen argumentatorischen Freispruch, denn noch ist weder ein Wiederaufnahmeantrag gestellt, noch ein Verfahren durchgeführt noch ein anders lautendes Urteil gefällt.

    Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es eine juristische Wahrheit, die ausgesprochen werden darf.
    Das ist weder Stimmungs- noch Meinungsmache.
    Dazu: Welchen Job kann Ulvi K. verlieren?

    Warum reagieren Sie so empfindlich?
    Tim
  13. Franz Habermehl am 01.05.2015
    Sehr geehrter Herr Klein,

    ich denke weder Herr Hörteis oder irgendjemand anders interessiert sich für Ihren "Verein". Zu ihrem Pamphlet "was m. E. den Tabestand einer Verleumdung und schweren Nötigung darstellt und strafbar ist" - die Missbräuche sind aktenkundig und somit belegt. Desweiteren frage ich mich, wie Herr Zips schon angab, warum Herr Kulac einen Bewährungshelfer zur Seite gestellt bekommt. Und um Ihnen mal zu erklären, was Verleumdung und strafbar ist, schauen Sie mal auf die Seite von Herrn Lauer - Schreiberling Nummer 1 - mit dem SIE zusammenarbeiten unter "Juristisches Tagebuch" - ich denke, verleumderischer geht es nicht mehr. Bitte sehr vorsichtig sein mit ihren Aussagen, die nichts beinhalten übrigens außer lautes Bellen.
  14. Christoph Klein am 01.05.2015
    Vorschlag von mir an die ständigen "Schlechtredner" und Kritiker hier, damit etwas "Produktives" dabei herauskommt: Wäre es nicht einmal sinnvoll, bei so viel "Weisheit" - sich ehrenamtlich und produktiv für Verbesserungen zu engagieren, anstatt ständig etwas zu kritisieren und stattdessen Vorschläge zu machen, was verbessert werden könnte? Gründen Sie doch auch einen Verein - z. B. zur Wahrheitsfindung - und verbreiten Ihre "Thesen" dort und warten mal ab, ob Sie ein großes öffentliches Echo und eine mediale Berichterstattung finden, anstatt hier unter Pseudonymen Ihre Weisheiten zu verbreiten, die ich leider nicht mehr ernst nehmen kann. Dies gilt auch für Personen, die sich als echte Opfer der Justiz betrachten - hierfür wurde nämlich der Verein gegründet -. Wer sich als Opfer der Justiz betrachtet, ist herzlichst zu unseren Stammtischen eingeladen und/ oder kann seine Erlebnisse unserem Verein schildern. Nähere Einzelheiten können der Homepage entnommen werden, sofern man sich natürlich die Mühe macht, nachzulesen. Insofern werde ich auf diese unter der Gürtellinie stattfindenden und sehr "schlauen" Bemerkungen - die offenkundig nur ein bestimmtes Ziel haben - nicht mehr eingehen, da mir hierfür ehrlich gesagt die Zeit zu schade ist und ich diese Zeit produktiver für sinnvolle Dinge einsetzen kann, anstatt auf ständige Provokationen zu reagieren. Kommen Sie zu unseren Stammtischen des Vereins - Termine können der Homepage unseres Vereins entnommen werden -, sagen mir, wer Sie sind und stellen sich anständig wie jeder andere normale Mensch vor (anstatt sich hinter "Pseudonymen" im anonymen Internet zu verstecken, was natürlich sehr mutig ist und sicherlich von Ihren ehrlichen Absichten zeugt; Bitte um Verzeihung für etwas Zynismus an dieser Stelle) und dann können wir fair auf Augenhöhe eine produktive Diskussion unter allen Teilnehmern und den dort anwesenden Opfern der Justiz starten, wo dann möglicherweise tatsächlich etwas Produktives herauskommen könnte, was ich aber bezweifle. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Das Angebot ist ernst gemeint. Insofern wird dies mein letztes Wort hier sein, denn ich arbeite tatsächlich durchschnittlich 30 - 40 Stunden ehrenamtlich für gute Ziele und Verbesserungen, wie man möglicherweise auf unserer Homepage erkennen kann, sofern man sich die Mühe macht, etwas zu recherchieren und sich mit den Themen ernsthaft auseinanderzusetzen. Der Fall Ulvi Kulac ist übrigens einer von vielen Fällen und Sie dürften doch nicht bestreiten, dass er aufgrund eines Fehlurteils inzwischen rechtskräftig freigesprochen wurde, was man überall nachlesen kann?! Dies lässt den sicheren Schluss zu, dass ein Fehlurteil getätigt wurde - unabhängig davon, was Herrn Kulac noch alles vorgeworfen oder angedichtet wird -, was genau unsere Thematik ist. Unser Verein heißt Justiz-Opfer!
  15. Franz Habermehl am 01.05.2015
    Sehr geehrter Herr Klein,

    ich habe mich schon geäußert über Ihren Verein - aber danke für die Einladung und auch die klaren Worte. Ich schätze Ihre Arbeit - wenn diese auf Ehrlichkeit aufgebaut ist, und nicht auf Lügen wie im Fall Kulac seitens der Betreung und Unterstützung. Desweiteren arbeite ich noch mehr als sie und kann leider nicht zum Stammtisch kommen. Vielleicht Herr Hörteis?

    Schönen Abend
  16. Timi am 01.05.2015
    Herr Klein,
    ist es so schwer, einen Fehler zuzugeben? Sie waren/sind einfach falsch informiert, was die Intensität der Sexuellen Missbräuche betrifft.
    Wie lange und warum sie sich ehrenamtlich engagieren ist in diesem Zusammenhang völlig egal.
    Mit freundlichen Grüßen
  17. Renate am 03.05.2015
    Ich frage mich, warum hier versucht wird, einen Verein, der sich wirklich für Menschen einsetzt, denen schlimmes Unrecht geschehen ist, (wie auch uns) schlecht zu reden.
    Es gibt in diesem Land tausende von Menschen, welchen man durch dieses System schwer mitgespielt hat, vielen hat man willkürlich die Lebensgrundlage genommen und zerstört, viele hat man diskriminiert, terrorisiert, traumatisiert, belogen und hingehalten. Diese Menschen finden nirgendwo Gehör, es wird von allen Seiten Hilfe verweigert, egal ob von Ämtern, Behörden, Justiz oder Politik.
    Ich bin sehr, sehr froh, dass es noch Menschen gibt, die Anstand, Charakter und Mut haben, sich gegen diese Machenschaften, die immer mehr überhand nehmen, zu wehren.
    Es braucht auch niemand versuchen, uns vom Gegenteil zu überzeugen, wir selbst sind Opfer diesen Systems, deshalb wissen wir auch, wovon wir sprechen.
    Alle diejenigen, die das nicht glauben wollen, werden dann die ersten sein, die schreien, sollte es sie selbst betreffen.
    Es könnte einem nur noch übel werden.
    Lieber Herr Klein und alle anderen Mitglieder Ihres Vereins, machen Sie weiter, geben Sie nicht auf, wir brauchen solche Leute wie Sie.

    Beste Grüße und bis 07. Mai in München
  18. Bernhard P. am 04.05.2015
    Einige „Herrschaften“ - die übrigens bestens bekannt sind - verkraften nicht den - inzwischen in ganz Deutschland anerkannten - Erfolg der Frau Rödel im Fall Ulvi; ihnen geht es tatsächlich nicht um die Sache selbst, sondern - hinterrücks und feige - einzig und allein um deren Bloßstellung und Diffamierung!
  19. Radovin Zips am 06.05.2015
    @ Bernhard P.

    Wenn Sie die Anerkennung meinen, die Frau Rödel sich dafür erworben hat, daß sie ihre einst wichtigsten Mitstreiter abserviert hat und munter ihre Lügen verbreitet, gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Ihr ist es auch nie um Peggy gegangen, sondern stets nur um die Reinwaschung des U.K. Sehen Sie sich auf Youtube mein Video von der Gedenkfeier in Lichtenberg an. Darin hat sogar der Pastor öffentlich auf eine der Rödellügen hingewiesen. So wird das nichts mit dem Erfolg, sondern mehr zur Farce.
  20. Lukasheinrich am 06.05.2015
    Den Ruhm, den sich hier die Frau Rödel in die Tasche schiebt, gehört sicher nicht ihr allein.
    Das einzige was man ihr mit Recht zusprechen kann ist, das sie ständig irgendwelche Leute um sich scharte, die für sie die schmutzigen Arbeiten erledigen, Geld geben oder ihre Wahrheit verbreiten. Sie hatte doch letztendlich nur das Glück, das sich ein junger Anwalt diesen Fall angenommen hat und mit juristischen Mitteln das WAV bewerkstelligte. Ohne diesen Anwalt hätte sie weiter schreien können und nichts wäre geschehen, also was hat die Frau Rödelden bewirkt?

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 30 (2016)

Bei Terrorgefahr: Soll die Bundeswehr auch im Innern eingesetzt werden können?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 29. Juli 2016 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Florian Herrmann (CSU), Vorsitzender des Innenausschusses im Landtag

(JA)


Katharina Schulze, Vize-Vorsitzende der Grünen im Landtag

(NEIN)

arrow
Facebook
E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen
Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.