Politik

Ilse Aigner (hier im Landtag) besucht Kalifornien. (Foto: dpa)

11.06.2014

Aigner will bayerisches Ökosystem für Firmengründer

Nach einem Besuch im kalifornischen Silicon Valley plädierte Bayerns Wirtschaftsministerin für einen Bewusstseinswandel in der Heimat

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) schwebt ein neues Ökosystem in Bayern vor: für Firmengründer und Wagniskapitalfirmen. Nach einem Besuch im kalifornischen Silicon Valley plädierte die CSU-Politikerin für einen Bewusstseinswandel in der Heimat: "Die Selbstständigkeit muss einen höheren Stellenwert bekommen. Wenn jemand den Sprung in die Selbstständigkeit wagt und der erste Versuch nicht klappt, dann sollte das akzeptiert werden und der Betreffende die Chance bekommen, es noch einmal zu versuchen", sagte sie.
In Bayern gibt es nach Aigner Einschätzung gute Voraussetzungen für eine lebendigere Gründerszene. "Es ist unsere Aufgabe in der nächsten Zeit, ein Netzwerk zu etablieren, das Gründer und venture capital (Wagniskapital) zusammenbringt. Wir brauchen ein Ökosystem, das die Leute auch zu uns kommen wollen."
Niedrigere Kosten als Wettbewerbsvorsteil hat die High-Tech-Region in Kalifornien nach Aigners Beobachtung jedenfalls nicht zu bieten: "In Silicon Valley sind die Mieten extrem hoch, auch das kalifornische Steuersystem ist nicht gerade günstig", sagte sie. "Aber das ist kein Abschreckungsgrund, weil die Leute sehen, dass sie hier eine Chance haben."
Aigner war am Wochenende in die USA geflogen und will heute nach Bayern zurückkehren. Weitere Stationen: Ein Besuch beim Internetkonzern Google und ein Gespräch mit Hewlett-Packard-Chefin Meg Whitman, das für den Dienstagabend geplant war. Bei Google sitzt offensichtlich der Ärger über das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs tief, das den Bürgern das Recht zuspricht, aus Suchmaschinen wieder gestrichen zu werden: "Da war die Ablehnung europäischer Politiker durchaus zu spüren", sagte Aigner. (dpa)

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