Politik

Innenminister Joachim Herrmann und Winfried Bausback stellen die neuen Uniformen vor. (Foto: dpa)

31.07.2014

Aus grün wird blau

Bayerns Polizei und Justiz testen acht Monate neue Uniformen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Justizminister Winfried Bausback (beide CSU) haben heute in München gemeinsam den groß angelegten Trageversuch für die neue Uniform von Polizei und Justiz gestartet. 500 repräsentativ ausgewählte Polizistinnen und Polizisten sowie 100 Justizbeamtinnen und -beamte werden ab 1. August in ganz Bayern acht Monate lang Uniformmodelle auf Herz und Nieren prüfen.

Getestet werden die Kollektionen der österreichischen Bundespolizei und der baden-württembergischen Polizei. "Wir wollen eine neue Uniform von der Praxis für die Praxis", gaben beide Minister als Losung für den Trageversuch aus. "Niemand kennt die Ansprüche an eine alltagsgerechte Dienstkleidung besser, als unsere Beamtinnen und Beamten." Eingeführt werden soll die neue Uniform für Polizei und Justiz ab Ende 2016.

Wie Herrmann betonte, sei der achtmonatige Uniformtest der Polizei extra darauf ausgelegt, mit der Hitze im Sommer, der Nässe im Herbst und der Kälte im Winter die komplette Palette der Witterungsverhältnisse abzudecken. Alltags- und Einsatztauglichkeit seien dabei ebenso wichtig, wie frauengerechte Schnitte. Unter anderen müssen die Uniform auch auf die länderspezifische Ausrüstung angepasst werden, sei es der Einsatzgürtel, die Dienstwaffe oder das Funkgerät. Zur Bewertung der einzelnen Kleidungsstücke füllen die Testpersonen alle zwei Monate einen umfangreichen Fragebogen aus.

Die beim Trageversuch zu testenden Uniformen werden blau sein. Das liegt laut Herrmann daran, dass die grün-beige Farbkombination bei keiner anderen Polizeibehörde mehr getragen wird und ein Umfärben der Testuniformen alleinig für den Trageversuch unwirtschaftlich wäre. "Ob wir am Ende die neue Uniform im Blauton ordern oder bei unserer grünen Farbkombination bleiben, entscheiden wir erst zum Ende unseres Trageversuchs", betonte er.

Durch die bayernweite Verteilung der Trageversuchsteilnehmer werden in der Regel farblich gemischte Streifenbesatzungen unterwegs sein. "Eine Übersicht der teilnehmenden Dienststellen können Sie unter www.stmi.bayern.de abrufen", erklärte dazu Herrmann. "Dort finden Sie auch unsere neue E-Mail-Adresse polizeiuniform(at)stmi.bayern.de, unter der wir uns über Rückmeldungen aus der Bevölkerung freuen." Zudem werden bei den Polizeiinspektionen Faltblätter mit Informationen zum Trageversuch und Plakate ausgelegt.

Neben den rund 27.500 uniformtragenden Polizistinnen und Polizisten bekommen auch die rund 5.000 uniformierten Justizbeamtinnen und -beamte neue Uniformen. Der bayerische Justizminister zeigte sich erfreut, dass die zwischen Polizei und Justiz seit Jahren bestehende Kooperation bei der Beschaffung der Dienstkleidung auch anlässlich der Einführung der neuen Uniform fortgeführt wird.

Neben Polizei- und Justizbeamten aus der Praxis wirken in der Projektgruppe 'Neue Dienstkleidung der Bayerischen Polizei' unter Leitung des niederbayerischen Polizeivizepräsidenten Anton Scherl unter anderem auch Experten aus den Bereichen Arbeitsschutz und Textiltechnik sowie Berufs- und Personalvertretungen mit. (BSZ)

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