Politik

Begehrte Ehrung: der Bayerische Verdienstorden. (Foto: dpa)

19.12.2014

Bayerischer Verdienstorden: Warum für Politiker?

Die Auswahlliste der zu Ehrenden sollte überdacht werden

Schön, wenn Menschen dafür geehrt werden, dass sie Dinge tun, die sie eigentlich nicht tun müssten und die der Allgemeinheit nützen. Dafür gibt es, auch in Bayern, allerlei Orden und Ehrenzeichen. Das begehrteste: der Bayerische Verdienstorden. Er ist auf maximal 2000 lebende Ordensträger begrenzt. Diese Woche war es wieder soweit, der Verdienstorden wurde an 53 Persönlichkeiten verliehen.
Als Kriterium für die Verleihung nennt die Staatskanzlei „den herausragenden Einsatz und das außerordentliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger für unser Gemeinwesen“. In vielen Fällen der Ordensverleihung ist genau das sehr gut nachvollziehbar: wenn etwa, wie aktuell, ein Bewährungshelfer den Verdienstorden bekommt, eine Behindertenbeauftragte oder mit Fürstin Gloria die Schirmherrin eines Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder. Warum aber müssen eigentlich Politiker die Auszeichnung erhalten? Liegt es nicht in der Natur der Sache, dass diese sich ums Wohl des Gemeinwesens kümmern? Angeblich sieht Ministerpräsident Horst Seehofer das ähnlich und hatte vor, Politiker künftig von der Liste der zu Ehrenden zu streichen. Im Landtag war man pikiert, und so blieb alles beim Alten. Schade. > ta

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