Politik

Dem Deutschen Museum werden bei der erhofften Gesamtsanierung auf absehbare Zukunft viele Millionen Euro fehlen. (Foto: dpa)

25.02.2015

Deutsches Museum auf Sparflamme

Für die Generalsanierung fehlen viele Millionen

Dem Deutschen Museum werden bei der erhofften Gesamtsanierung auf absehbare Zukunft viele Millionen Euro fehlen. Generaldirektor Wolfgang Heckl appellierte heute an die Abgeordneten des Landtags, ein Ruck müsse durch die Gesellschaft gehen. "Das Deutsche Museum ist eine Perle, die weltweit bekannt ist." In der CSU kursieren mittlerweile Zahlen, dass die Gesamtsanierung sämtlicher Teile des Museums 700 Millionen Euro kosten könnte. Zur Verfügung stehen aber lediglich 445 Millionen Euro.  
Diese 445 Millionen werden nach den Angaben Heckls und des Kultusministeriums reichen für die Sanierung des Sammlungsbaus, in dem die Ausstellungen zu sehen sind - nicht aber für die Sanierung von Bibliothek und des seit Jahren geschlossenen Kongressbaus. Das Deutsche Museum zählt mit jährlich 1,5 Millionen Menschen mehr Besucher als jedes andere Museum der Bundesrepublik.  
Die 700 Millionen Euro-Schätzung allerdings ist mysteriös: Das Kultusministerium betonte, dass diese Zahl nicht aus dem Ressort stamme. "Ich weiß nicht, wo diese Zahl herkommt", sagte auch Museumsdirektor Heckl. Und dem Vernehmen nach gibt es auch keine offizielle Schätzung der Obersten Baubehörde zu den Sanierungskosten. Zudem ist auch der Staatsregierung seit Jahren bekannt, dass die zur Verfügung stehenden 445 Millionen Euro nicht für die Sanierung sämtlicher Museumsteile reichen würde - denn die Modernisierung der Bibliothek war von vornherein gar nicht eingeplant. (Carsten Hoefer, dpa)

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Kommentare (1)

  1. Guido Langenstück am 26.02.2015
    Na, 445 Mio. € sind ja schon einmal eine stolze Summe. Das Hauptproblem auf der Museumsinsel scheint lt. Fernsehberichten die Bestandssicherung zu sein. Konkret: Das Deutsche Museum hat "nasse Füße", sprich sehr feuchte Keller. Da muss wohl wirklich bald etwas getan werden, damit die Substanz nicht gefährdet ist. Insgesamt ist das D.M. mit seinen Außenstellen auf der Theresienhöhe (Verkehrstechnik), Schleißheim (Luftfahrt) sowie der Depandance in Bonn ein Juwel für jeden, der sich für Technikgeschichte interessiert. Darum habe ich dort seit über 15 Jahren eine Dauermitgliedschaft (lohnt sich!). Übrigens: Es ist allemal sinnvoller, bayerische Steuergelder ins D.M. zu investieren als beispielsweise für das Ausleben seines Hobbies für einen der 500 reichsten Deutschen: http://www.rosenheim24.de/news/kultur/muenchenherrenchiemsee-internationalen-festspiele-herrenchiemsee-abgewendet-ro24-2764905.html und http://de.wikipedia.org/wiki/Enoch_zu_Guttenberg#Verm.C3.B6gensverh.C3.A4ltnisse Hinweis: Enoch zu Guttenberg ist CSU-Mitglied.

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