Politik

Von Januar bis April haben sich 2551 Steuerhinterzieher selbst angezeigt und 145 Millionen Euro nachgezahlt. (Foto: Bilderbox)

07.05.2014

Die Angst geht um

Selbstanzeigen spülen 145 Millionen Euro in die Staatskasse

Die Angst vor dem Richter bringt der bayerischen Staatskasse unerwartet hohe Mehreinnahmen. Von Januar bis April haben sich 2551 Steuerhinterzieher selbst angezeigt und 145 Millionen Euro nachgezahlt. Das berichtete das Finanzministerium heute in München. Ressortchef Markus Söder (CSU) kann nun mit einiger Wahrscheinlichkeit darauf hoffen, dass die hohe Zahl der knapp 4000 Selbstanzeigen und 230 Millionen Euro Mehreinnahmen des Vorjahres heuer noch einmal übertroffen wird. Von Januar bis April 2013 waren nur 775 Selbstanzeigen eingegangen.
Die Finanzminister von Bund und Ländern treffen sich an diesem Donnerstag zu ihrer regelmäßigen Konferenz in Stralsund, um dort die geplante Verschärfung der Selbstanzeigen auf den Weg zu bringen, die voraussichtlich ab kommendem Jahr gelten wird. Unter anderem soll die Verjährungsfrist von fünf auf zehn Jahre verlängert und der Strafzuschlag erhöht werden.
Deswegen geht Söder davon aus, "dass in diesem Jahr noch einiges an Selbstanzeigen stattfinden wird", wie er der Nachrichtenagentur dpa sagte. "2014 ist das letzte große Jahr der alten Selbstanzeige. Sie wird ab Januar 2015 deutlich schärfer werden." Die Zahlen gingen jetzt schon leicht zurück: Im Januar gab es gut 800 Selbstanzeigen, im April gut 500. (Carsten Hoefer, dpa)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (1)

  1. Zitrone am 10.05.2014
    Warum bei diesen Mehreinnahmen die Staatsregierung beim Ankauf von Steuer CD's zögert und Nutznieser anderer Bundesländer, besonders des verfteufelten NRW, wird, bleibt ihr Geheinmis. Vielleicht ist es ja auch dort zu finden, wo in Hinterzimmern Politik für die Schickeria gemacht wird.

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 41 (2017)

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 13. Oktober 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Thomas Mütze, finanzpolitischer Sprecher der Landtags-Grünen

(JA)

Ulrich Binnebößel, Zahlungsexperte beim Handelsverband Deutschland (HDE)

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.