Politik

Anders als beim G8-Gipfel 2007 im Ostseebad Heiligendamm soll es keinen Zaun mit zementierten Pfosten um Schloss Elmau in Krün (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) geben, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). "Gleichwohl sind Sicherungsmaßnahmen durch Einsatzkräfte sowie temporäre und örtlich begrenzte technische Sicherungen notwendig", so der Minister. (Foto: dpa)

16.04.2015

Elmau wird mit Steinschlagzäunen geschützt

Für den G7-Gipfel in knapp zwei Monaten werden engmaschige Metallnetze um den Veranstaltungsort gelegt

Der Sicherheitsbereich des G7-Gipfels wird mit Steinschlagzäunen geschützt. Zwar werde es anders als beim G8-Gipfel 2007 im Ostseebad Heiligendamm keinen Zaun mit zementierten Pfosten um Schloss Elmau in Krün (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) geben, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). "Gleichwohl sind Sicherungsmaßnahmen durch Einsatzkräfte sowie temporäre und örtlich begrenzte technische Sicherungen notwendig", erklärte er jetzt bei einer Informationsveranstaltung in Krün.
Der Minister sprach von Vorkehrungen, wie sie im Hochgebirge gegen Steinschlag oder zum Lawinenschutz üblich sind. Wege und Straßen werden dort etwa mit engmaschigen Metallnetzen geschützt. Die technischen Sicherungen würden nach dem Gipfel in zwei Monaten aber vollständig zurückgebaut, sagte Herrmann. Aus ökologischen und finanziellen Gründen seien die Rollzäune eine "kluge Lösung": Sie würden für den Straßenbau im Gebirge wiederverwendet. Mit ihrer Errichtung für den G7-Gipfel sei bereits begonnen worden.
Mehrere Demonstrationen seien bereits angemeldet worden, etwa in Garmisch-Partenkirchen. Der Minister kritisierte, dass sich die Führungsspitze des Aktionsbündnisses "Stop G7 Elmau" bislang nicht eindeutig von den Gewaltexzessen bei der Inbetriebnahme des Neubaus für die Europäische Zentralbank (EZB) im März in Frankfurt am Main distanziert habe. Dies zeige eine enge Vernetzung mit der Blockupy-Bewegung.
Die Polizei befürchtet, dass Demonstranten die Bundesstraße 2 von Garmisch-Partenkirchen zum Gipfelort blockieren könnten. "Durch solche Blockaden wird auch der schnelle Verkehrsweg und damit die ärztliche Versorgung der Bevölkerung zum Klinikum Garmisch-Partenkirchen gefährdet", sagte Herrmann. Er nannte den Krankentransport eines Herzinfarktpatienten als Beispiel. Eine solche Blockade sei daher fast schon "sozialschädliches Verhalten". Das Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industrienationen findet am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau statt. (Paul Winterer, dpa)

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